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Chinaschilf Kaskade

Chinaschilf Kaskade

Chinaschilf Kaskade – strukturstarkes Ziergras für lebendige Gartenbilder

Charakter und Besonderheiten der Sorte Kaskade

Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich die Sorte Kaskade vor allem Gärtnerinnen und Gärtnern, die ein standfestes, aber dennoch bewegliches Ziergras suchen. Dieses Gras bringt klare Struktur in Beete, wirkt aber nie starr. Der Name Kaskade beschreibt die Wuchsform treffend: Die Halme wachsen zunächst aufrecht nach oben und neigen sich dann elegant überhängend, sodass ein weicher, fließender Gesamteindruck entsteht. So entsteht ein natürlicher Übergang zwischen höheren Gehölzen und niedrigeren Stauden.

Im ausgewachsenen Zustand erreicht die Pflanze je nach Standort und Bodenqualität eine Höhe von etwa 150 bis 200 Zentimetern, in sehr günstigen Lagen auch etwas mehr. Die Breite liegt häufig bei 80 bis 120 Zentimetern. Damit gehört diese Sorte zu den mittelgroßen bis größeren Garten-Gräsern, ohne in normalen Privatgärten zu dominant zu werden. Sie eignet sich für Solitärpflanzungen ebenso wie für kleinere Gruppen von drei bis fünf Exemplaren.

Im Vergleich zu vielen anderen Ziergräsern zeigt die Sorte Kaskade eine gute Standfestigkeit. Die Halme neigen sich zwar elegant, brechen aber unter normalen Bedingungen selten um. Bei sehr nassen Böden oder starkem Wind können sich Horste jedoch zur Seite legen. In diesem Fall hilft es, die Pflanze etwas luftiger zu stellen oder im Spätsommer dezent zusammenzubinden, ohne den natürlichen Schwung zu verlieren.

Ein wichtiger Nutzen im Garten ist die ganzjährige Strukturwirkung. Von Frühjahr bis weit in den Winter hinein bleibt das Gras sichtbar und prägt die Gestaltung. Im Sommer wirkt es frisch und grün, im Herbst sorgt es mit Blütenrispen und sich verfärbendem Laub für saisonalen Wechsel. Im Winter bleiben getrocknete Halme und Rispen stehen und geben dem Garten bei Reif und Schnee eine ruhige, klare Form.

Laub, Blüten und Entwicklung im Jahreslauf

Das Laub der Sorte Kaskade ist schmal, länglich und leicht überhängend. Die Blattfarbe ist ein mittleres Grün, das je nach Licht und Boden nicht ins Gelbliche kippt, sondern relativ neutral wirkt. In der Regel bildet sich kein auffälliger Längsstreifen, wie man ihn von manchen anderen Sorten kennt. Wer Wert auf eine ruhige, gleichmäßige Blattfarbe legt, trifft damit eine solide Wahl.

Im Laufe des Sommers bilden sich aus dem dichten Horst aufrechte Blütenstiele, die das Gras deutlich höher erscheinen lassen. Die Blütenrispen öffnen sich meist ab Spätsommer. Sie stehen zunächst eher kompakt, wirken dann mit zunehmender Reife lockerer und bekommen einen leicht silbrig bis bräunlichen Ton. Dieser Effekt ist im Gegenlicht besonders gut zu sehen, etwa bei Abendsonne. Dabei bleibt die Wirkung dezent und fügt sich gut in naturnahe Pflanzungen ein.

Im Herbst verfärbt sich das Laub schrittweise in warme Braun- und Beigetöne. Die Farbe ist eher zurückhaltend, was für eine ruhige Herbststimmung sorgt. Viele Gartenbesitzer lassen das Gras über den Winter stehen. Die trockenen Halme und Rispen fangen Licht und Reif ein und geben selbst einem kleinen Garten Struktur, wenn sonst vieles zurückgeschnitten ist. Erst im späten Winter oder zeitigen Frühjahr wird der gesamte Horst bodennah zurückgeschnitten, um Platz für den frischen Austrieb zu schaffen.

Die Entwicklung über mehrere Jahre verläuft bei guten Bedingungen stabil. In den ersten beiden Standjahren wächst der Horst moderat und baut sein Wurzelsystem auf. Ab dem dritten Jahr erreicht er meist die sortentypische Höhe und Fülle. Eine starke Wucherung ist nicht zu erwarten, da Kaskade horstig wächst und keine aggressiven Ausläufer bildet. Eine Teilung zur Verjüngung ist frühestens nach etwa fünf bis sieben Jahren sinnvoll, wenn der Horst in der Mitte etwas nachlässt.

Standort, Boden und Pflanzung im Garten oder Kübel

Für ein dauerhaft gesundes Wachstum benötigt dieses Ziergras einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je mehr Sonne die Pflanze erhält, desto stabiler wird in der Regel der Horst und desto reicher fällt die Blüte aus. An einem vollschattigen Platz bleibt der Wuchs schwächer, und die Halme können sich stärker legen. Ideal ist ein Platz mit mindestens vier bis fünf Sonnenstunden pro Tag.

Beim Boden zeigt sich die Sorte Kaskade relativ anpassungsfähig. Am besten geeignet sind durchlässige, humose Gartenböden mit mäßigem Nährstoffgehalt. Reine Sandböden trocknen im Sommer zu stark aus, hier sollte vor der Pflanzung gut mit Kompost und etwas lehmigem Substrat verbessert werden. Sehr schwere, staunasse Böden führen leicht zu Wurzelfäule und sollten unbedingt mit Sand, Splitt oder grobem Kompost aufgelockert werden.

Der optimale Pflanzabstand im Beet liegt häufig bei 80 bis 100 Zentimetern. So kann sich der Horst frei entwickeln, ohne Nachbarpflanzen zu bedrängen. Für eine lockere Reihe, etwa als halbtransparente Abgrenzung im Garten, wählen Sie Abstände von ungefähr einem Meter. Bei Gruppenpflanzungen entstehen mit drei Exemplaren in Dreiecksstellung harmonische Blickpunkte.

Eine Pflanzung im Kübel ist möglich, erfordert aber größere Gefäße mit gutem Wasserablauf. Wählen Sie Töpfe mit mindestens 40 bis 50 Zentimetern Durchmesser und Tiefe. Verwenden Sie eine strukturstabile Kübelpflanzenerde, die nicht zu stark zusammensackt, und sorgen Sie für eine etwa fünf Zentimeter starke Drainageschicht aus Blähton oder grobem Kies. Im Topf trocknet das Substrat schneller aus, daher ist eine regelmäßigere Kontrolle der Bodenfeuchte nötig als im Gartenboden.

Pflege, Bewässerung, Düngung und Winterhärte

Die Pflege von Chinaschilf Kaskade ist überschaubar, aber einige Punkte sollten beachtet werden. Direkt nach der Pflanzung ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig, bis der Wurzelballen gut eingewachsen ist. In den ersten Wochen bedeutet das meist ein bis zwei kräftige Wassergaben pro Woche, abhängig von Wetter und Boden. Danach kommt die Pflanze mit normalen Niederschlagsmengen im Garten meist gut zurecht.

In Bezug auf Trockenheit zeigt die Pflanze eine mittlere Toleranz. Kurzfristige Trockenphasen übersteht sie in eingewachsenen Beeten in der Regel ohne Schaden. Längere Hitzeperioden mit ausbleibendem Regen führen jedoch zu braunen Blattspitzen und einem insgesamt geschwächten Wuchs. In solchen Phasen empfehle ich ein bis zwei gründliche Bewässerungen pro Woche, statt täglicher kleiner Gießmengen. Im Kübel ist die Versorgung anspruchsvoller, da das begrenzte Erdvolumen schneller austrocknet. Hier sollten Sie im Sommer deutlich häufiger kontrollieren und gießen.

Eine starke Düngung ist nicht erforderlich. Im Gegenteil: Zu viel Nährstoff fördert weiche, instabile Halme, die leichter umknicken. Einmal jährlich im Frühjahr eine dünne Schicht reifen Komposts oder ein moderater, langsam wirkender Volldünger reicht für die meisten Böden aus. Auf sehr armen Sandböden kann eine zweite, leichte Gabe Anfang Juni sinnvoll sein. Chemische Schnelllösedünger sollten eher sparsam verwendet werden.

Zur Pflege gehört vor allem der Rückschnitt. Schneiden Sie die trockenen Halme im späten Winter oder frühen Frühjahr bodennah zurück, bevor der neue Austrieb sichtbar wird. Tragen Sie dabei Handschuhe, da die Blattkanten etwas scharf sein können. Im Herbst empfehle ich, das Gras bewusst stehen zu lassen. Es bietet Struktur im Wintergarten und Schutz für den Wurzelbereich.

Die Sorte Kaskade ist in unserem Klima in der Regel gut winterhart. In rauen Lagen mit sehr tiefen Temperaturen und starkem Wind ist ein leichter Winterschutz sinnvoll. Lassen Sie das trockene Laub stehen und bündeln Sie die Halme locker mit einer Schnur, sodass weniger Nässe in den Wurzelbereich eindringt. Im Kübel ist der Wurzelballen stärker frostgefährdet. Stellen Sie den Topf im Winter möglichst nah an eine Hauswand und isolieren Sie ihn zum Beispiel mit einer dicken Kokosmatte oder Noppenfolie. Auf sehr exponierten Balkonen kann ein frostfreier, heller Winterstand mit niedrigen Plusgraden eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme sein.

Kombinationen, Einsatzmöglichkeiten und Gesundheit der Pflanze

Im Gartendesign nutze ich dieses Gras gern als ruhigen Hintergrund für blühende Stauden. Gut geeignet sind herbstblühende Arten wie Sonnenhut, Astern oder hohe Sedum-Sorten. Die weichen Halme bilden einen Kontrast zu den Blütenformen, ohne ihnen die Wirkung zu nehmen. In naturnahen Beeten lässt sich Kaskade mit Zier-Salbei, Schafgarbe oder Herbst-Anemonen kombinieren. Auch mit kleineren Gehölzen, etwa Ziersträuchern mit feinem Laub, ergibt sich ein stimmiges Bild.

Als lockere Sichtschutzpflanze funktioniert die Sorte Kaskade ebenfalls gut. Sie verdeckt nicht vollständig, sondern erzeugt einen halbtransparenten Schleier, der Einblicke bricht, aber Licht durchlässt. Im Vorgarten kann ein einzelner, gut platzierter Horst den Blick lenken und den Eingangsbereich strukturieren. In moderneren Gärten passt das Gras zu klaren Linien, Kiesflächen und reduzierten Pflanzkonzepten, da es Höhe gibt, ohne zu wuchtig zu erscheinen.

Im Kübel auf Terrasse oder Balkon ist die Nutzung vor allem dann sinnvoll, wenn Sie einen beweglichen, saisonalen Blickfang suchen. Achten Sie aber darauf, dass der Topf ausreichend groß ist und die Wasserversorgung gesichert bleibt. Eine Unterpflanzung mit niedrigen Stauden oder Polsterpflanzen ist möglich, solange diese die Wurzeln des Grases nicht zu stark bedrängen.

Hinsichtlich Krankheiten und Schädlingen zeigt sich dieses Gras im Normalfall robust. Gelegentlich können Blattflecken oder Pilzbeläge auftreten, meist in sehr feuchten Sommern oder bei zu dichtem Stand ohne Luftbewegung. In solchen Fällen hilft es, alte Halme im Frühjahr gründlich zu entfernen und den Bestand zu lichten. Eine chemische Behandlung ist in Privatgärten meist nicht nötig, wenn der Standort verbessert wird. Auf Staunässe reagiert die Pflanze empfindlicher; hier besteht das Risiko von Wurzelfäule, weshalb eine wasserdurchlässige Bodengestaltung besonders wichtig ist.

Langfristig bleibt die Pflegehäufigkeit überschaubar: im Frühjahr der Rückschnitt und bei Bedarf eine leichte Düngung, im Sommer gegebenenfalls zusätzliche Bewässerung in Trockenperioden und im Spätherbst eine Entscheidung über das Stehenlassen oder Zusammenbinden der Halme. Wer diese wenigen Punkte berücksichtigt, erhält mit Chinaschilf Kaskade eine zuverlässige Strukturpflanze, die den Garten über viele Jahre hinweg bereichert, ohne einen hohen Pflegeaufwand zu verursachen.

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Chinaschilf Kaskade – strukturstarkes Ziergras für lebendige Gartenbilder

Charakter und Besonderheiten der Sorte Kaskade

Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich die Sorte Kaskade vor allem Gärtnerinnen und Gärtnern, die ein standfestes, aber dennoch bewegliches Ziergras suchen. Dieses Gras bringt klare Struktur in Beete, wirkt aber nie starr. Der Name Kaskade beschreibt die Wuchsform treffend: Die Halme wachsen zunächst aufrecht nach oben und neigen sich dann elegant überhängend, sodass ein weicher, fließender Gesamteindruck entsteht. So entsteht ein natürlicher Übergang zwischen höheren Gehölzen und niedrigeren Stauden.

Im ausgewachsenen Zustand erreicht die Pflanze je nach Standort und Bodenqualität eine Höhe von etwa 150 bis 200 Zentimetern, in sehr günstigen Lagen auch etwas mehr. Die Breite liegt häufig bei 80 bis 120 Zentimetern. Damit gehört diese Sorte zu den mittelgroßen bis größeren Garten-Gräsern, ohne in normalen Privatgärten zu dominant zu werden. Sie eignet sich für Solitärpflanzungen ebenso wie für kleinere Gruppen von drei bis fünf Exemplaren.

Im Vergleich zu vielen anderen Ziergräsern zeigt die Sorte Kaskade eine gute Standfestigkeit. Die Halme neigen sich zwar elegant, brechen aber unter normalen Bedingungen selten um. Bei sehr nassen Böden oder starkem Wind können sich Horste jedoch zur Seite legen. In diesem Fall hilft es, die Pflanze etwas luftiger zu stellen oder im Spätsommer dezent zusammenzubinden, ohne den natürlichen Schwung zu verlieren.

Ein wichtiger Nutzen im Garten ist die ganzjährige Strukturwirkung. Von Frühjahr bis weit in den Winter hinein bleibt das Gras sichtbar und prägt die Gestaltung. Im Sommer wirkt es frisch und grün, im Herbst sorgt es mit Blütenrispen und sich verfärbendem Laub für saisonalen Wechsel. Im Winter bleiben getrocknete Halme und Rispen stehen und geben dem Garten bei Reif und Schnee eine ruhige, klare Form.

Laub, Blüten und Entwicklung im Jahreslauf

Das Laub der Sorte Kaskade ist schmal, länglich und leicht überhängend. Die Blattfarbe ist ein mittleres Grün, das je nach Licht und Boden nicht ins Gelbliche kippt, sondern relativ neutral wirkt. In der Regel bildet sich kein auffälliger Längsstreifen, wie man ihn von manchen anderen Sorten kennt. Wer Wert auf eine ruhige, gleichmäßige Blattfarbe legt, trifft damit eine solide Wahl.

Im Laufe des Sommers bilden sich aus dem dichten Horst aufrechte Blütenstiele, die das Gras deutlich höher erscheinen lassen. Die Blütenrispen öffnen sich meist ab Spätsommer. Sie stehen zunächst eher kompakt, wirken dann mit zunehmender Reife lockerer und bekommen einen leicht silbrig bis bräunlichen Ton. Dieser Effekt ist im Gegenlicht besonders gut zu sehen, etwa bei Abendsonne. Dabei bleibt die Wirkung dezent und fügt sich gut in naturnahe Pflanzungen ein.

Im Herbst verfärbt sich das Laub schrittweise in warme Braun- und Beigetöne. Die Farbe ist eher zurückhaltend, was für eine ruhige Herbststimmung sorgt. Viele Gartenbesitzer lassen das Gras über den Winter stehen. Die trockenen Halme und Rispen fangen Licht und Reif ein und geben selbst einem kleinen Garten Struktur, wenn sonst vieles zurückgeschnitten ist. Erst im späten Winter oder zeitigen Frühjahr wird der gesamte Horst bodennah zurückgeschnitten, um Platz für den frischen Austrieb zu schaffen.

Die Entwicklung über mehrere Jahre verläuft bei guten Bedingungen stabil. In den ersten beiden Standjahren wächst der Horst moderat und baut sein Wurzelsystem auf. Ab dem dritten Jahr erreicht er meist die sortentypische Höhe und Fülle. Eine starke Wucherung ist nicht zu erwarten, da Kaskade horstig wächst und keine aggressiven Ausläufer bildet. Eine Teilung zur Verjüngung ist frühestens nach etwa fünf bis sieben Jahren sinnvoll, wenn der Horst in der Mitte etwas nachlässt.

Standort, Boden und Pflanzung im Garten oder Kübel

Für ein dauerhaft gesundes Wachstum benötigt dieses Ziergras einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je mehr Sonne die Pflanze erhält, desto stabiler wird in der Regel der Horst und desto reicher fällt die Blüte aus. An einem vollschattigen Platz bleibt der Wuchs schwächer, und die Halme können sich stärker legen. Ideal ist ein Platz mit mindestens vier bis fünf Sonnenstunden pro Tag.

Beim Boden zeigt sich die Sorte Kaskade relativ anpassungsfähig. Am besten geeignet sind durchlässige, humose Gartenböden mit mäßigem Nährstoffgehalt. Reine Sandböden trocknen im Sommer zu stark aus, hier sollte vor der Pflanzung gut mit Kompost und etwas lehmigem Substrat verbessert werden. Sehr schwere, staunasse Böden führen leicht zu Wurzelfäule und sollten unbedingt mit Sand, Splitt oder grobem Kompost aufgelockert werden.

Der optimale Pflanzabstand im Beet liegt häufig bei 80 bis 100 Zentimetern. So kann sich der Horst frei entwickeln, ohne Nachbarpflanzen zu bedrängen. Für eine lockere Reihe, etwa als halbtransparente Abgrenzung im Garten, wählen Sie Abstände von ungefähr einem Meter. Bei Gruppenpflanzungen entstehen mit drei Exemplaren in Dreiecksstellung harmonische Blickpunkte.

Eine Pflanzung im Kübel ist möglich, erfordert aber größere Gefäße mit gutem Wasserablauf. Wählen Sie Töpfe mit mindestens 40 bis 50 Zentimetern Durchmesser und Tiefe. Verwenden Sie eine strukturstabile Kübelpflanzenerde, die nicht zu stark zusammensackt, und sorgen Sie für eine etwa fünf Zentimeter starke Drainageschicht aus Blähton oder grobem Kies. Im Topf trocknet das Substrat schneller aus, daher ist eine regelmäßigere Kontrolle der Bodenfeuchte nötig als im Gartenboden.

Pflege, Bewässerung, Düngung und Winterhärte

Die Pflege von Chinaschilf Kaskade ist überschaubar, aber einige Punkte sollten beachtet werden. Direkt nach der Pflanzung ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig, bis der Wurzelballen gut eingewachsen ist. In den ersten Wochen bedeutet das meist ein bis zwei kräftige Wassergaben pro Woche, abhängig von Wetter und Boden. Danach kommt die Pflanze mit normalen Niederschlagsmengen im Garten meist gut zurecht.

In Bezug auf Trockenheit zeigt die Pflanze eine mittlere Toleranz. Kurzfristige Trockenphasen übersteht sie in eingewachsenen Beeten in der Regel ohne Schaden. Längere Hitzeperioden mit ausbleibendem Regen führen jedoch zu braunen Blattspitzen und einem insgesamt geschwächten Wuchs. In solchen Phasen empfehle ich ein bis zwei gründliche Bewässerungen pro Woche, statt täglicher kleiner Gießmengen. Im Kübel ist die Versorgung anspruchsvoller, da das begrenzte Erdvolumen schneller austrocknet. Hier sollten Sie im Sommer deutlich häufiger kontrollieren und gießen.

Eine starke Düngung ist nicht erforderlich. Im Gegenteil: Zu viel Nährstoff fördert weiche, instabile Halme, die leichter umknicken. Einmal jährlich im Frühjahr eine dünne Schicht reifen Komposts oder ein moderater, langsam wirkender Volldünger reicht für die meisten Böden aus. Auf sehr armen Sandböden kann eine zweite, leichte Gabe Anfang Juni sinnvoll sein. Chemische Schnelllösedünger sollten eher sparsam verwendet werden.

Zur Pflege gehört vor allem der Rückschnitt. Schneiden Sie die trockenen Halme im späten Winter oder frühen Frühjahr bodennah zurück, bevor der neue Austrieb sichtbar wird. Tragen Sie dabei Handschuhe, da die Blattkanten etwas scharf sein können. Im Herbst empfehle ich, das Gras bewusst stehen zu lassen. Es bietet Struktur im Wintergarten und Schutz für den Wurzelbereich.

Die Sorte Kaskade ist in unserem Klima in der Regel gut winterhart. In rauen Lagen mit sehr tiefen Temperaturen und starkem Wind ist ein leichter Winterschutz sinnvoll. Lassen Sie das trockene Laub stehen und bündeln Sie die Halme locker mit einer Schnur, sodass weniger Nässe in den Wurzelbereich eindringt. Im Kübel ist der Wurzelballen stärker frostgefährdet. Stellen Sie den Topf im Winter möglichst nah an eine Hauswand und isolieren Sie ihn zum Beispiel mit einer dicken Kokosmatte oder Noppenfolie. Auf sehr exponierten Balkonen kann ein frostfreier, heller Winterstand mit niedrigen Plusgraden eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme sein.

Kombinationen, Einsatzmöglichkeiten und Gesundheit der Pflanze

Im Gartendesign nutze ich dieses Gras gern als ruhigen Hintergrund für blühende Stauden. Gut geeignet sind herbstblühende Arten wie Sonnenhut, Astern oder hohe Sedum-Sorten. Die weichen Halme bilden einen Kontrast zu den Blütenformen, ohne ihnen die Wirkung zu nehmen. In naturnahen Beeten lässt sich Kaskade mit Zier-Salbei, Schafgarbe oder Herbst-Anemonen kombinieren. Auch mit kleineren Gehölzen, etwa Ziersträuchern mit feinem Laub, ergibt sich ein stimmiges Bild.

Als lockere Sichtschutzpflanze funktioniert die Sorte Kaskade ebenfalls gut. Sie verdeckt nicht vollständig, sondern erzeugt einen halbtransparenten Schleier, der Einblicke bricht, aber Licht durchlässt. Im Vorgarten kann ein einzelner, gut platzierter Horst den Blick lenken und den Eingangsbereich strukturieren. In moderneren Gärten passt das Gras zu klaren Linien, Kiesflächen und reduzierten Pflanzkonzepten, da es Höhe gibt, ohne zu wuchtig zu erscheinen.

Im Kübel auf Terrasse oder Balkon ist die Nutzung vor allem dann sinnvoll, wenn Sie einen beweglichen, saisonalen Blickfang suchen. Achten Sie aber darauf, dass der Topf ausreichend groß ist und die Wasserversorgung gesichert bleibt. Eine Unterpflanzung mit niedrigen Stauden oder Polsterpflanzen ist möglich, solange diese die Wurzeln des Grases nicht zu stark bedrängen.

Hinsichtlich Krankheiten und Schädlingen zeigt sich dieses Gras im Normalfall robust. Gelegentlich können Blattflecken oder Pilzbeläge auftreten, meist in sehr feuchten Sommern oder bei zu dichtem Stand ohne Luftbewegung. In solchen Fällen hilft es, alte Halme im Frühjahr gründlich zu entfernen und den Bestand zu lichten. Eine chemische Behandlung ist in Privatgärten meist nicht nötig, wenn der Standort verbessert wird. Auf Staunässe reagiert die Pflanze empfindlicher; hier besteht das Risiko von Wurzelfäule, weshalb eine wasserdurchlässige Bodengestaltung besonders wichtig ist.

Langfristig bleibt die Pflegehäufigkeit überschaubar: im Frühjahr der Rückschnitt und bei Bedarf eine leichte Düngung, im Sommer gegebenenfalls zusätzliche Bewässerung in Trockenperioden und im Spätherbst eine Entscheidung über das Stehenlassen oder Zusammenbinden der Halme. Wer diese wenigen Punkte berücksichtigt, erhält mit Chinaschilf Kaskade eine zuverlässige Strukturpflanze, die den Garten über viele Jahre hinweg bereichert, ohne einen hohen Pflegeaufwand zu verursachen.

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