

Hängepolster-Glockenblume Lisduggan
Hängepolster-Glockenblume Lisduggan
Charakter und Besonderheiten dieser Sorte
Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich die Hängepolster-Glockenblume Lisduggan vor allem dann, wenn Sie eine niedrige, flächendeckende Pflanze für sonnige bis leicht halbschattige Bereiche suchen. Diese Sorte bildet dichte, teppichartige Polster, aus denen im Frühsommer zahlreiche stern- bis glockenförmige Blüten erscheinen. Sie eignet sich gut für Steingärten, Mauerkronen, Treppenstufen, Einfassungen und den vorderen Bereich von Beeten.
Die Pflanze ist mehrjährig und winterhart. Sie bleibt vergleichsweise kompakt, breitet sich aber über die Jahre deutlich in die Breite aus. Das macht sie für Hobbygärtner interessant, die auf kleiner Fläche viel Wirkung erzielen möchten. Anders als viele hohe Stauden benötigt Lisduggan keine Stützen und fällt auch nach einem Regen nicht auseinander. Die polsterbildende Wuchsform sorgt dafür, dass offene Bodenteile schnell bedeckt werden, was Unkrautdruck reduziert.
Im Vergleich zu anderen niedrigen Stauden punktet diese Glockenblume mit ihrer feineren Struktur. Die Blätter sind eher klein, meist frischgrün bis mittelgrün und bilden einen gleichmäßigen Teppich. Die Blütenfarbe liegt, je nach Zuchtlinie und Standort, im Bereich von hellem bis mittlerem Violett oder Blauviolett. Farbschwankungen sind normal und kein Qualitätsmangel. Die Blüte wirkt insgesamt lebhaft, ohne aufdringlich zu sein, und fügt sich harmonisch in naturhafte Pflanzungen ein.
Ein zusätzlicher Vorteil ist die Vielseitigkeit: Die Pflanze kann sowohl in klassischen Steingartenanlagen als auch in modern gestalteten Kübeln, in Trögen oder in Fugen von Trockenmauern verwendet werden. Gerade an leicht überhängenden Standorten zeigt sich gut, wie die Triebe locker nach unten fallen und so eine weiche Kante schaffen. Wer eine unkomplizierte, niedrige Staude sucht, die mehrere Jahre zuverlässig wiederkommt, findet in Lisduggan eine solide Option.
Wuchsform, Maße und Entwicklung über die Jahre
Die Hängepolster-Glockenblume Lisduggan bleibt in der Höhe dezent. Rechnen Sie im eingewachsenen Zustand mit etwa 10 bis 15 Zentimetern Wuchshöhe, während der Blütezeit geringfügig mehr. Einzelne Blütentriebe können etwas darüber hinausragen, ohne den polsternden Gesamteindruck zu stören. In der Breite ist die Pflanze deutlich ehrgeiziger: Unter günstigen Bedingungen kann ein Exemplar innerhalb von zwei bis drei Jahren einen Teppich von 30 bis 40 Zentimetern Durchmesser bilden. Ältere Polster wachsen weiter, verdichten sich und schließen kleine Lücken im Beet.
Der Wuchs ist halb hängend bis flach ausgebreitet. Die Triebe liegen häufig auf dem Boden oder hängen leicht über Mauer- oder Beetkanten. Dadurch entstehen diese typischen „hängenden Polster“, die den Namen rechtfertigen. Die Pflanze wandert langsam, indem sie an den Triebknoten neue Wurzeln bildet. Dieser Prozess ist nicht aggressiv, sondern eher gemächlich. In kleinen Gärten ist sie damit gut kontrollierbar, gleichzeitig aber vital genug, um sich gegen schwach wachsende Nachbarn durchzusetzen.
Im ersten Standjahr steht das Wurzelwachstum im Vordergrund. Die Pflanze bleibt meist noch etwas locker und zeigt eine überschaubare Blütenmenge. Ab dem zweiten Jahr wird das Polster dichter, die Blühwilligkeit nimmt deutlich zu. Nach drei bis fünf Jahren erreichen die meisten Exemplare ihre volle Ausdehnung. Sollte das Polster in der Mitte lückig werden, können Sie die Pflanze im zeitigen Frühjahr vorsichtig teilen und die jüngeren Randbereiche neu setzen. Das verjüngt den Bestand und verlängert die Lebensdauer spürbar.
Aus gärtnerischer Sicht ist es sinnvoll, bei der Planung gleich etwas großzügiger zu denken. Setzen Sie lieber mehrere kleinere Pflanzen in einem Abstand von etwa 25 bis 30 Zentimetern, anstatt auf ein Einzelpolster zu hoffen, das später eine große Fläche füllt. So erhalten Sie schneller ein gleichmäßiges Erscheinungsbild und vermeiden langgezogene, unruhige Lücken im Beet.
Blätter, Blütezeit und Wirkung im Jahresverlauf
Das Laub der Hängepolster-Glockenblume Lisduggan ist überwiegend klein, meist rundlich bis leicht herzförmig, mit einer angenehmen, frischen Grünfärbung. Die Blätter bilden die meiste Zeit des Jahres die optische Grundlage, insbesondere vor und nach der Blüte. In milden Lagen bleibt ein Teil des Laubs auch im Winter erhalten, in rauen Regionen zieht sich die Pflanze stärker zurück. In beiden Fällen treibt sie im Frühjahr zuverlässig wieder aus.
Die Hauptblütezeit liegt üblicherweise zwischen Mai und Juli. Je nach Witterungsverlauf, Standort und Pflege kann die Blütezeit etwas früher beginnen oder sich leicht nach hinten verschieben. Die Blüten stehen zahlreich an kurzen Stielen knapp über dem Laub. Die Form ist überwiegend stern- bis glockenartig, mit mehreren schmalen, nach außen zeigenden Blütenblättern. Die Farbwirkung reicht von zart bis kräftig violettblau. Bei kühlem Wetter sind die Farben oft intensiver, bei starker Hitze etwas blasser.
Mit einer Nachblüte ist gelegentlich zu rechnen, vor allem wenn Sie Verblühtes regelmäßig entfernen und die Pflanze nach der Hauptblüte leicht zurückschneiden. Der Rückschnitt regt nicht nur eine zweite, wenn auch schwächere Blüte an, sondern sorgt auch dafür, dass das Polster länger frisch und kompakt bleibt. Im Spätsommer und Herbst steht dann wieder das Laub im Vordergrund, das die Pflanzfläche ruhig strukturiert.
Im Jahresverlauf eignet sich Lisduggan gut als verbindendes Element. Im Frühling begleitet das frische Grün frühe Zwiebelblumen wie Krokus, Tulpen oder botanische Narzissen. Während der Hauptblüte passt sie gut zu niedrigen Stauden wie Schafgarbe-Zwergenformen, Thymian oder niedrigem Storchschnabel. Im Spätsommer übernimmt sie eine eher zurückhaltende Rolle und bietet einen ruhigen Hintergrund für Spornblumen, Sedum oder kleine Gräser. Die Pflanze steht damit nicht isoliert, sondern fügt sich stimmig in mehrjährige Pflanzkonzepte ein.
Standort, Boden, Pflanzung und Kombinationen
Für eine gute Entwicklung benötigt die Hängepolster-Glockenblume Lisduggan einen Standort mit voller Sonne bis hellem Halbschatten. In Regionen mit heißen, sehr trockenen Sommern ist ein Platz mit etwas Nachmittagsschatten vorteilhaft, um Hitzestress zu vermeiden. Reiner Schatten ist weniger geeignet, da dort die Blütenbildung nachlässt und das Polster lockerer wird. Eine ausreichende Lichtmenge ist entscheidend für eine reiche Blüte und einen kompakten, gesunden Wuchs.
Beim Boden ist die Pflanze vergleichsweise anpassungsfähig, bevorzugt aber durchlässige, humose bis leicht steinige Substrate. Staunässe verträgt sie schlecht. Verdichtete, schwere Böden sollten Sie vor der Pflanzung gründlich lockern und mit grobem Sand, Splitt oder feinem Kies verbessern. Ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert ist in der Regel günstig. In klassischen Steingärten, auf Mauerkronen oder in Fugen von Trockenmauern findet Lisduggan meist von selbst passende Bedingungen vor.
Die Pflanzung erfolgt idealerweise im Frühling oder frühen Herbst. Setzen Sie die Jungpflanzen auf Bodenniveau, nicht zu tief. Drücken Sie den Boden vorsichtig an und wässern Sie gründlich ein. In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass halten, damit die Wurzeln gut einwachsen. Eine dünne Mulchschicht aus feinem Kies kann helfen, die Feuchte im Boden zu halten und gleichzeitig die Durchlässigkeit zu sichern.
In Kombinationen bewährt sich Lisduggan als Begleitpflanze für niedrige, sonnenliebende Stauden. Gut geeignet sind unter anderem Polsterphlox, Steinkraut (Alyssum), Blaukissen, Fetthennen kleiner Sorten und Silber- oder Wollziest. Auch mit Kräutern wie Thymian, Oregano oder niedrigem Lavendel entstehen stimmige Bilder, sofern der Boden nicht zu nährstoffreich ist. Im Topf oder Balkonkasten machen sich Mischpflanzungen mit kleinbleibenden Gräsern, Mini-Coniferen oder kompakten Rosen sehr gut, vorausgesetzt, das Gefäß ist ausreichend tief und es steht eine gute Drainageschicht zur Verfügung.
Pflege, Wasserbedarf, Winterhärte und Gesundheit
Die Pflege der Hängepolster-Glockenblume Lisduggan hält sich im Rahmen, ganz ohne Aufwand kommt sie jedoch nicht aus. Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist eine etwas aufmerksamere Bewässerung notwendig, insbesondere in längeren Trockenphasen. Der Boden sollte gleichmäßig leicht feucht bleiben. Sobald das Polster eingewachsen ist, kommt die Pflanze mit zeitweiser Trockenheit besser zurecht. Lang anhaltende Trockenperioden führen allerdings zu Wachstumsstockungen und schwächerer Blüte. In Töpfen müssen Sie generell häufiger gießen als im Freiland.
Eine übermäßige Nährstoffversorgung ist bei Lisduggan nicht erforderlich. Zu hohe Düngergaben fördern eher weiches, instabiles Wachstum und können die Blühfreude mindern. Eine leichte Gabe organischen Düngers oder ein maßvoller Langzeitdünger im Frühjahr ist in der Regel ausreichend. In magere Steingartenböden können Sie alle paar Jahre eine dünne Schicht reifen Komposts einarbeiten, ohne die Wurzeln stark zu stören.
Im Jahresverlauf sind drei Pflegeschritte besonders sinnvoll. Erstens ein leichter Rückschnitt nach der Hauptblüte: Kürzen Sie die Triebe moderat ein, um das Polster zu verjüngen und eine mögliche Nachblüte anzuregen. Zweitens eine Sichtkontrolle im Herbst: Entfernen Sie abgestorbene Teile und kontrollieren Sie, ob das Polster noch geschlossen und gesund wirkt. Drittens bei Bedarf eine Teilung alle paar Jahre im zeitigen Frühjahr, um ältere Bestände zu verjüngen und lückige Zonen zu ersetzen.
Die Sorte gilt als insgesamt robust, dennoch sind einige Punkte zu beachten. Staunässe, besonders im Winter, erhöht die Gefahr von Wurzelfäule und fördert Pilzprobleme. Eine gut drainierte Pflanzstelle ist der beste Schutz. Bei sehr dichten, schlecht durchlüfteten Beständen können sich Blattfleckenkrankheiten leichter ausbreiten. In einem solchen Fall hilft ein moderater Rückschnitt und das Entfernen befallener Pflanzenteile. Schädlinge treten in der Regel nur vereinzelt auf; gelegentlich können Schnecken an jungen Trieben knabbern, ältere Polster sind meist weniger gefährdet.
Zur Winterhärte lässt sich sagen, dass Lisduggan in den meisten mitteleuropäischen Regionen ohne aufwendigen Schutz auskommt, sofern der Standort durchlässig ist. In sehr rauen Lagen oder bei exponierten Topfstandorten empfehle ich, Gefäße mit einer Isolationsschicht aus Vlies oder Jute zu umwickeln und auf eine schützende Unterlage zu stellen. Im Beet reicht es in der Regel, abgefallenes Laub nur teilweise zu entfernen, damit die Pflanze einen leichten natürlichen Winterschutz behält. So vorbereitet, bleibt die Hängepolster-Glockenblume Lisduggan ein dauerhafter, zuverlässiger Partner in Ihrem Garten.
Produktinformationen
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Versand & Rückgabe
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Description
Hängepolster-Glockenblume Lisduggan
Charakter und Besonderheiten dieser Sorte
Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich die Hängepolster-Glockenblume Lisduggan vor allem dann, wenn Sie eine niedrige, flächendeckende Pflanze für sonnige bis leicht halbschattige Bereiche suchen. Diese Sorte bildet dichte, teppichartige Polster, aus denen im Frühsommer zahlreiche stern- bis glockenförmige Blüten erscheinen. Sie eignet sich gut für Steingärten, Mauerkronen, Treppenstufen, Einfassungen und den vorderen Bereich von Beeten.
Die Pflanze ist mehrjährig und winterhart. Sie bleibt vergleichsweise kompakt, breitet sich aber über die Jahre deutlich in die Breite aus. Das macht sie für Hobbygärtner interessant, die auf kleiner Fläche viel Wirkung erzielen möchten. Anders als viele hohe Stauden benötigt Lisduggan keine Stützen und fällt auch nach einem Regen nicht auseinander. Die polsterbildende Wuchsform sorgt dafür, dass offene Bodenteile schnell bedeckt werden, was Unkrautdruck reduziert.
Im Vergleich zu anderen niedrigen Stauden punktet diese Glockenblume mit ihrer feineren Struktur. Die Blätter sind eher klein, meist frischgrün bis mittelgrün und bilden einen gleichmäßigen Teppich. Die Blütenfarbe liegt, je nach Zuchtlinie und Standort, im Bereich von hellem bis mittlerem Violett oder Blauviolett. Farbschwankungen sind normal und kein Qualitätsmangel. Die Blüte wirkt insgesamt lebhaft, ohne aufdringlich zu sein, und fügt sich harmonisch in naturhafte Pflanzungen ein.
Ein zusätzlicher Vorteil ist die Vielseitigkeit: Die Pflanze kann sowohl in klassischen Steingartenanlagen als auch in modern gestalteten Kübeln, in Trögen oder in Fugen von Trockenmauern verwendet werden. Gerade an leicht überhängenden Standorten zeigt sich gut, wie die Triebe locker nach unten fallen und so eine weiche Kante schaffen. Wer eine unkomplizierte, niedrige Staude sucht, die mehrere Jahre zuverlässig wiederkommt, findet in Lisduggan eine solide Option.
Wuchsform, Maße und Entwicklung über die Jahre
Die Hängepolster-Glockenblume Lisduggan bleibt in der Höhe dezent. Rechnen Sie im eingewachsenen Zustand mit etwa 10 bis 15 Zentimetern Wuchshöhe, während der Blütezeit geringfügig mehr. Einzelne Blütentriebe können etwas darüber hinausragen, ohne den polsternden Gesamteindruck zu stören. In der Breite ist die Pflanze deutlich ehrgeiziger: Unter günstigen Bedingungen kann ein Exemplar innerhalb von zwei bis drei Jahren einen Teppich von 30 bis 40 Zentimetern Durchmesser bilden. Ältere Polster wachsen weiter, verdichten sich und schließen kleine Lücken im Beet.
Der Wuchs ist halb hängend bis flach ausgebreitet. Die Triebe liegen häufig auf dem Boden oder hängen leicht über Mauer- oder Beetkanten. Dadurch entstehen diese typischen „hängenden Polster“, die den Namen rechtfertigen. Die Pflanze wandert langsam, indem sie an den Triebknoten neue Wurzeln bildet. Dieser Prozess ist nicht aggressiv, sondern eher gemächlich. In kleinen Gärten ist sie damit gut kontrollierbar, gleichzeitig aber vital genug, um sich gegen schwach wachsende Nachbarn durchzusetzen.
Im ersten Standjahr steht das Wurzelwachstum im Vordergrund. Die Pflanze bleibt meist noch etwas locker und zeigt eine überschaubare Blütenmenge. Ab dem zweiten Jahr wird das Polster dichter, die Blühwilligkeit nimmt deutlich zu. Nach drei bis fünf Jahren erreichen die meisten Exemplare ihre volle Ausdehnung. Sollte das Polster in der Mitte lückig werden, können Sie die Pflanze im zeitigen Frühjahr vorsichtig teilen und die jüngeren Randbereiche neu setzen. Das verjüngt den Bestand und verlängert die Lebensdauer spürbar.
Aus gärtnerischer Sicht ist es sinnvoll, bei der Planung gleich etwas großzügiger zu denken. Setzen Sie lieber mehrere kleinere Pflanzen in einem Abstand von etwa 25 bis 30 Zentimetern, anstatt auf ein Einzelpolster zu hoffen, das später eine große Fläche füllt. So erhalten Sie schneller ein gleichmäßiges Erscheinungsbild und vermeiden langgezogene, unruhige Lücken im Beet.
Blätter, Blütezeit und Wirkung im Jahresverlauf
Das Laub der Hängepolster-Glockenblume Lisduggan ist überwiegend klein, meist rundlich bis leicht herzförmig, mit einer angenehmen, frischen Grünfärbung. Die Blätter bilden die meiste Zeit des Jahres die optische Grundlage, insbesondere vor und nach der Blüte. In milden Lagen bleibt ein Teil des Laubs auch im Winter erhalten, in rauen Regionen zieht sich die Pflanze stärker zurück. In beiden Fällen treibt sie im Frühjahr zuverlässig wieder aus.
Die Hauptblütezeit liegt üblicherweise zwischen Mai und Juli. Je nach Witterungsverlauf, Standort und Pflege kann die Blütezeit etwas früher beginnen oder sich leicht nach hinten verschieben. Die Blüten stehen zahlreich an kurzen Stielen knapp über dem Laub. Die Form ist überwiegend stern- bis glockenartig, mit mehreren schmalen, nach außen zeigenden Blütenblättern. Die Farbwirkung reicht von zart bis kräftig violettblau. Bei kühlem Wetter sind die Farben oft intensiver, bei starker Hitze etwas blasser.
Mit einer Nachblüte ist gelegentlich zu rechnen, vor allem wenn Sie Verblühtes regelmäßig entfernen und die Pflanze nach der Hauptblüte leicht zurückschneiden. Der Rückschnitt regt nicht nur eine zweite, wenn auch schwächere Blüte an, sondern sorgt auch dafür, dass das Polster länger frisch und kompakt bleibt. Im Spätsommer und Herbst steht dann wieder das Laub im Vordergrund, das die Pflanzfläche ruhig strukturiert.
Im Jahresverlauf eignet sich Lisduggan gut als verbindendes Element. Im Frühling begleitet das frische Grün frühe Zwiebelblumen wie Krokus, Tulpen oder botanische Narzissen. Während der Hauptblüte passt sie gut zu niedrigen Stauden wie Schafgarbe-Zwergenformen, Thymian oder niedrigem Storchschnabel. Im Spätsommer übernimmt sie eine eher zurückhaltende Rolle und bietet einen ruhigen Hintergrund für Spornblumen, Sedum oder kleine Gräser. Die Pflanze steht damit nicht isoliert, sondern fügt sich stimmig in mehrjährige Pflanzkonzepte ein.
Standort, Boden, Pflanzung und Kombinationen
Für eine gute Entwicklung benötigt die Hängepolster-Glockenblume Lisduggan einen Standort mit voller Sonne bis hellem Halbschatten. In Regionen mit heißen, sehr trockenen Sommern ist ein Platz mit etwas Nachmittagsschatten vorteilhaft, um Hitzestress zu vermeiden. Reiner Schatten ist weniger geeignet, da dort die Blütenbildung nachlässt und das Polster lockerer wird. Eine ausreichende Lichtmenge ist entscheidend für eine reiche Blüte und einen kompakten, gesunden Wuchs.
Beim Boden ist die Pflanze vergleichsweise anpassungsfähig, bevorzugt aber durchlässige, humose bis leicht steinige Substrate. Staunässe verträgt sie schlecht. Verdichtete, schwere Böden sollten Sie vor der Pflanzung gründlich lockern und mit grobem Sand, Splitt oder feinem Kies verbessern. Ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert ist in der Regel günstig. In klassischen Steingärten, auf Mauerkronen oder in Fugen von Trockenmauern findet Lisduggan meist von selbst passende Bedingungen vor.
Die Pflanzung erfolgt idealerweise im Frühling oder frühen Herbst. Setzen Sie die Jungpflanzen auf Bodenniveau, nicht zu tief. Drücken Sie den Boden vorsichtig an und wässern Sie gründlich ein. In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass halten, damit die Wurzeln gut einwachsen. Eine dünne Mulchschicht aus feinem Kies kann helfen, die Feuchte im Boden zu halten und gleichzeitig die Durchlässigkeit zu sichern.
In Kombinationen bewährt sich Lisduggan als Begleitpflanze für niedrige, sonnenliebende Stauden. Gut geeignet sind unter anderem Polsterphlox, Steinkraut (Alyssum), Blaukissen, Fetthennen kleiner Sorten und Silber- oder Wollziest. Auch mit Kräutern wie Thymian, Oregano oder niedrigem Lavendel entstehen stimmige Bilder, sofern der Boden nicht zu nährstoffreich ist. Im Topf oder Balkonkasten machen sich Mischpflanzungen mit kleinbleibenden Gräsern, Mini-Coniferen oder kompakten Rosen sehr gut, vorausgesetzt, das Gefäß ist ausreichend tief und es steht eine gute Drainageschicht zur Verfügung.
Pflege, Wasserbedarf, Winterhärte und Gesundheit
Die Pflege der Hängepolster-Glockenblume Lisduggan hält sich im Rahmen, ganz ohne Aufwand kommt sie jedoch nicht aus. Im ersten Jahr nach der Pflanzung ist eine etwas aufmerksamere Bewässerung notwendig, insbesondere in längeren Trockenphasen. Der Boden sollte gleichmäßig leicht feucht bleiben. Sobald das Polster eingewachsen ist, kommt die Pflanze mit zeitweiser Trockenheit besser zurecht. Lang anhaltende Trockenperioden führen allerdings zu Wachstumsstockungen und schwächerer Blüte. In Töpfen müssen Sie generell häufiger gießen als im Freiland.
Eine übermäßige Nährstoffversorgung ist bei Lisduggan nicht erforderlich. Zu hohe Düngergaben fördern eher weiches, instabiles Wachstum und können die Blühfreude mindern. Eine leichte Gabe organischen Düngers oder ein maßvoller Langzeitdünger im Frühjahr ist in der Regel ausreichend. In magere Steingartenböden können Sie alle paar Jahre eine dünne Schicht reifen Komposts einarbeiten, ohne die Wurzeln stark zu stören.
Im Jahresverlauf sind drei Pflegeschritte besonders sinnvoll. Erstens ein leichter Rückschnitt nach der Hauptblüte: Kürzen Sie die Triebe moderat ein, um das Polster zu verjüngen und eine mögliche Nachblüte anzuregen. Zweitens eine Sichtkontrolle im Herbst: Entfernen Sie abgestorbene Teile und kontrollieren Sie, ob das Polster noch geschlossen und gesund wirkt. Drittens bei Bedarf eine Teilung alle paar Jahre im zeitigen Frühjahr, um ältere Bestände zu verjüngen und lückige Zonen zu ersetzen.
Die Sorte gilt als insgesamt robust, dennoch sind einige Punkte zu beachten. Staunässe, besonders im Winter, erhöht die Gefahr von Wurzelfäule und fördert Pilzprobleme. Eine gut drainierte Pflanzstelle ist der beste Schutz. Bei sehr dichten, schlecht durchlüfteten Beständen können sich Blattfleckenkrankheiten leichter ausbreiten. In einem solchen Fall hilft ein moderater Rückschnitt und das Entfernen befallener Pflanzenteile. Schädlinge treten in der Regel nur vereinzelt auf; gelegentlich können Schnecken an jungen Trieben knabbern, ältere Polster sind meist weniger gefährdet.
Zur Winterhärte lässt sich sagen, dass Lisduggan in den meisten mitteleuropäischen Regionen ohne aufwendigen Schutz auskommt, sofern der Standort durchlässig ist. In sehr rauen Lagen oder bei exponierten Topfstandorten empfehle ich, Gefäße mit einer Isolationsschicht aus Vlies oder Jute zu umwickeln und auf eine schützende Unterlage zu stellen. Im Beet reicht es in der Regel, abgefallenes Laub nur teilweise zu entfernen, damit die Pflanze einen leichten natürlichen Winterschutz behält. So vorbereitet, bleibt die Hängepolster-Glockenblume Lisduggan ein dauerhafter, zuverlässiger Partner in Ihrem Garten.
















