




Herzblättriger Blütenkohl
Herzblättriger Blütenkohl
Was den Herzblättrigen Blütenkohl besonders macht
Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich den Herzblättrigen Blütenkohl vor allem Gärtnerinnen und Gärtnern, die eine dekorative und zugleich nutzbare Pflanze suchen. Es handelt sich um einen speziellen Zier- und Gemüsekohl, der kompakte, rosettenartige Köpfe mit herzförmig angeordneten Blättern bildet. Diese Kombination aus attraktiver Blattform und gut nutzbarem Ernteertrag hebt ihn von vielen klassischen Gemüsekohlen ab.
Der Wuchs ist grundsätzlich aufrecht bis halbrosettig. In der Hauptwachstumszeit bildet die Pflanze zunächst eine kräftige Blattrosette, später entwickelt sich der eigentliche Blütenstand beziehungsweise die Kohlknospe, die geerntet wird. Sie bleibt dabei vergleichsweise kompakt, was den Herzblättrigen Blütenkohl auch für kleinere Gärten oder Hochbeete interessant macht. Rechnen Sie in der Regel mit einer Wuchshöhe von etwa 40 bis 70 Zentimetern und einer Breite von ungefähr 30 bis 50 Zentimetern pro Pflanze, je nach Bodenqualität und Pflege.
Die Blätter sind fleischig, leicht gewellt und sitzen dicht an dicht, wodurch eine feste, dekorative Rosette entsteht. Die typische herzförmige Anordnung der inneren Blätter gibt der Sorte ihren Namen. Farblich bewegen sich die Blätter meist im Spektrum von frischem Mittelgrün bis dunklerem, satterem Grün; bei kühleren Temperaturen kann sich die Färbung etwas intensivieren. Die Blüte entspricht der typischen Kohlblüte: gelbe, eher unscheinbare Kreuzblütlerblüten, die bei Kultur im Hausgarten meist nicht im Vordergrund stehen, da vorher geerntet wird.
Im Unterschied zu vielen rein dekorativen Zierkohlsorten ist der Herzblättrige Blütenkohl auf Ertrag und Geschmack ausgerichtet. Gleichzeitig besitzt er aber eine strukturgebende Wirkung im Beet: Die dichten Köpfe bilden ruhige, klare Formen, die sich gut mit farbigen Blühpflanzen kombinieren lassen. Wer Wert auf einen Nutzgarten mit gestalterischem Anspruch legt, erhält mit dieser Sorte eine verlässliche Basis.
Geeigneter Standort und Boden für gesundes Wachstum
Der Herzblättrige Blütenkohl bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Für eine gute Kopfentwicklung ist Vollsonne von Vorteil, besonders in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst. Im Hochsommer ist ein leichter, luftiger Halbschatten hilfreich, um Trockenstress zu vermeiden. Dauerhafte Schattenlagen sind ungeeignet, da sich dort keine festen Köpfe ausbilden und die Pflanzen eher lang und locker werden.
Beim Boden sollten Sie auf Nährstoffreichtum und eine gleichmäßige Wasserversorgung achten. Ideal ist ein humoser, tiefgründig gelockerter Gartenboden mit guter Wasserhaltefähigkeit, der gleichzeitig nicht zur Staunässe neigt. Leichte Sandböden sollten Sie vor dem Pflanzen mit reichlich reifem Kompost oder gut verrottetem Mist anreichern. Schwere Lehmböden lockern Sie mit strukturreichem Material wie Kompost oder Pflanzenfasern auf. Ein neutraler bis leicht kalkhaltiger pH-Wert wird gut vertragen.
Im Kübel oder Hochbeet verwenden Sie eine hochwertige Gemüseerde mit guter Struktur. Wichtig ist ein Gefäß mit Wasserabzug, damit weder Kübel noch Wurzelballen vernässen. Ein Volumen von etwa 15 bis 20 Litern pro Pflanze gilt als praxisbewährter Richtwert, wenn Sie eine vernünftige Kopfgröße anstreben. Bei dichterer Pflanzung im Beet braucht jede Pflanze etwa 40 Zentimeter Abstand zu ihren Nachbarn.
Der Herzblättrige Blütenkohl ist kälteverträglich und kann je nach Region bis in den Spätherbst hinein stehen bleiben. Leichte Fröste um den Gefrierpunkt hält er meist gut aus. Bei stärkerem Frostrate ich jedoch zu einem einfachen Schutz, etwa mit Vlies oder Reisigabdeckung, vor allem wenn Sie die Köpfe noch nicht geerntet haben. Längere Perioden mit starkem Dauerfrost ohne Schneedecke können die Pflanzen schädigen, besonders in windoffenen Lagen. In rauen Regionen sollten Sie daher frühzeitiger ernten oder die Pflanzen geschützt setzen, etwa an einer Hauswand.
Pflanzung und Entwicklung über die Saison
Sie können Herzblättrigen Blütenkohl sowohl über Jungpflanzen als auch über Aussaat kultivieren. Für eine sichere Kultur im Hausgarten empfehle ich vorgezogene Pflanzen. Diese werden im späten Frühjahr oder Frühsommer ins Freiland gesetzt, wenn der Boden ausreichend erwärmt ist und keine starken Spätfröste mehr zu erwarten sind. Vor dem Pflanzen sollten Sie den Boden tief lockern und reichlich organisches Material einarbeiten.
Setzen Sie jeden Jungpflanzballen so tief, dass der Wurzelhals leicht mit Erde bedeckt ist. Anschließend gut angießen, damit die Erde dicht an die Wurzeln anschließt. In den folgenden Wochen ist eine gleichmäßige Bodenfeuchte wichtig, damit die Pflanzen zügig einwurzeln und kräftige Blattrosetten bilden. Eine Trockenphase in dieser Zeit führt oft zu stockendem Wachstum und später kleineren Köpfen.
Im Verlauf des Sommers verdichtet sich der Blattschopf. Sobald Sie die typische Kopf- oder Blütenbildung erkennen, sollten Sie auf eine gleichmäßige Wasserversorgung achten, ohne zu übergießen. Der Entwicklungszeitraum vom Setzen der Jungpflanzen bis zur Ernte liegt meist im Bereich von einigen Monaten, abhängig von Witterung und Pflanztermin. Generell gilt: Eine eher langsame, gleichmäßige Entwicklung bei guter Nährstoffversorgung führt zu stabilen Köpfen.
Über mehrere Jahre lässt sich der Herzblättrige Blütenkohl nicht sinnvoll an derselben Stelle kultivieren, da Kohlgewächse empfindlich auf Bodenermüdung und bestimmte Bodenkrankheiten reagieren können. Planen Sie, die Kultur im Wechsel mit anderen Gemüsearten zu führen, und halten Sie nach Möglichkeit eine Anbaupause von drei bis vier Jahren für Kohlgewächse auf demselben Beet ein. Diese Fruchtfolge ist ein wichtiger Baustein für dauerhaft gesunde Pflanzen.
Pflege, Wasserversorgung und Widerstandsfähigkeit
In der Pflege zeigt sich der Herzblättrige Blütenkohl erfreulich robust, benötigt aber eine verlässliche Grundversorgung. Gießen Sie in Trockenperioden durchdringend, aber nicht täglich in kleinen Mengen. Wichtiger als die Häufigkeit ist, dass Wasser bis in die Wurzelzone eindringt. Lassen Sie die oberste Erdschicht zwischendurch leicht abtrocknen, doch vermeiden Sie starkes Austrocknen des gesamten Wurzelbereichs. Die Pflanze toleriert kurzfristige Trockenheit, reagiert darauf aber mit verzögertem Wachstum und kleineren Köpfen. Eine dauerhaft stark trockene Kultur ist nicht empfehlenswert.
Eine organische Grunddüngung vor der Pflanzung reicht für viele Böden zunächst aus. Auf ärmeren Standorten können Sie nach sechs bis acht Wochen mit einem weiteren, maßvollen Nachdüngen reagieren, am besten in Form von Kompost oder einem organischen Gemüsedünger. Ein Übermaß an leicht löslichen Stickstoffdüngern führt zu weichem, krankheitsanfälligem Gewebe und ist deshalb nicht sinnvoll. Ziel ist ein kräftiger, aber nicht übertriebener Wuchs.
Gegenüber vielen üblichen Kohlkrankheiten zeigt sich der Herzblättrige Blütenkohl bei guter Kulturführung relativ widerstandsfähig. Dennoch sollten Sie auf typische Probleme achten. Dazu gehören Fraßschäden durch Raupen von Kohlweißlingen, Blattläuse in warmen, trockenen Perioden und gelegentlich Pilzkrankheiten bei anhaltend nasser Witterung. Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen ist die beste Vorsorge. Entfernen Sie befallene Blätter frühzeitig und achten Sie auf eine gute Durchlüftung im Bestand, indem Sie die Pflanzen nicht zu dicht setzen.
Zur Winterhärte gilt: Als klassischer Kohl ist die Pflanze zwar kälteverträglich, jedoch nicht unbegrenzt frostfest. Für Herbst- und Frühwinterernte reicht ihre Robustheit meist aus. In Regionen mit sehr strengen Wintern sollten Sie die Kultur so planen, dass die Haupternte vor längeren Frostphasen abgeschlossen ist. Werden Pflanzen doch im Beet gelassen, hilft ein leichter Winterschutz, um die Qualität der Köpfe möglichst lange zu erhalten.
Insgesamt ist der Pflegeaufwand moderat. Die wichtigsten Maßnahmen über die Saison sind rechtzeitige Pflanzung, kontinuierliche Bodenpflege, angepasste Bewässerung und ein wachsamer Blick auf Schaderreger. Wer diese Punkte beachtet, erreicht mit vertretbarem Zeitaufwand zuverlässige Ergebnisse.
Einsatz im Garten, Kombinationen und langfristige Planung
Der Herzblättrige Blütenkohl kann im klassischen Gemüsebeet, im Mischkulturbeet, in Hochbeeten sowie in größeren Kübeln kultiviert werden. Im reinen Nutzgarten steht meist die Ernte im Vordergrund. Dort bewährt sich eine Pflanzung in Reihen oder Blöcken, sodass Pflege- und Erntegänge leicht durchzuführen sind. Achten Sie auf eine gute Erreichbarkeit der Pflanzen, insbesondere in Hochbeeten oder bei dichterer Bepflanzung.
Wer eine gestalterische Komponente im Blick hat, kann den Kohl mit farbigen Stauden und einjährigen Blühern kombinieren. Vor allem im Spätsommer und Herbst bilden die klaren, grünen Köpfe einen ruhigen Hintergrund für Spätblüher. Harmonische Partner sind etwa niedrige Tagetes, Ringelblumen oder andere Mehrjährige Blühpflanzen, die farbige Akzente setzen, ohne den Kohl zu bedrängen. Wichtig ist, dass die Begleitpflanzen den Licht- und Nährstoffbedarf des Kohls respektieren.
Im Kübel auf Terrasse oder Balkon sollten Sie auf eine stabile Gefäßgröße achten, damit die Pflanzen nicht kippen und die Wurzeln ausreichend Platz finden. Stellen Sie Kübel nicht zu dicht an Hauswände, um Hitzestau an sehr warmen Sommertagen zu vermeiden. Eine dünne Mulchschicht aus organischem Material hilft, die Feuchtigkeit im Substrat zu halten und Temperaturschwankungen abzumildern.
Langfristig lohnt sich eine Planung der Fruchtfolge im Garten. Nach einer Kohlkultur bieten sich beispielsweise Hülsenfrüchte oder Wurzelgemüse an. Diese wechseln den Nährstoffschwerpunkt im Boden und tragen dazu bei, das Risiko von bodenbürtigen Krankheiten zu begrenzen. Wer regelmäßig Kohl anbaut, sollte verschiedene Beete im Wechsel nutzen und nicht jedes Jahr am selben Standort bleiben.
Mit einer realistischen Einschätzung seiner Ansprüche ist der Herzblättrige Blütenkohl eine zuverlässige Wahl für alle, die Wert auf eine ausgewogene Kombination aus Ertrag, dekorativem Erscheinungsbild und überschaubarem Pflegeaufwand legen. Wenn Sie bereit sind, ihm einen gut vorbereiteten Standort, eine gleichmäßige Wasserversorgung und eine durchdachte Fruchtfolge zu bieten, können Sie sich über kräftige Pflanzen und stabile Köpfe über die ganze Saison hinweg freuen.
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Herzblättriger Blütenkohl
Was den Herzblättrigen Blütenkohl besonders macht
Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich den Herzblättrigen Blütenkohl vor allem Gärtnerinnen und Gärtnern, die eine dekorative und zugleich nutzbare Pflanze suchen. Es handelt sich um einen speziellen Zier- und Gemüsekohl, der kompakte, rosettenartige Köpfe mit herzförmig angeordneten Blättern bildet. Diese Kombination aus attraktiver Blattform und gut nutzbarem Ernteertrag hebt ihn von vielen klassischen Gemüsekohlen ab.
Der Wuchs ist grundsätzlich aufrecht bis halbrosettig. In der Hauptwachstumszeit bildet die Pflanze zunächst eine kräftige Blattrosette, später entwickelt sich der eigentliche Blütenstand beziehungsweise die Kohlknospe, die geerntet wird. Sie bleibt dabei vergleichsweise kompakt, was den Herzblättrigen Blütenkohl auch für kleinere Gärten oder Hochbeete interessant macht. Rechnen Sie in der Regel mit einer Wuchshöhe von etwa 40 bis 70 Zentimetern und einer Breite von ungefähr 30 bis 50 Zentimetern pro Pflanze, je nach Bodenqualität und Pflege.
Die Blätter sind fleischig, leicht gewellt und sitzen dicht an dicht, wodurch eine feste, dekorative Rosette entsteht. Die typische herzförmige Anordnung der inneren Blätter gibt der Sorte ihren Namen. Farblich bewegen sich die Blätter meist im Spektrum von frischem Mittelgrün bis dunklerem, satterem Grün; bei kühleren Temperaturen kann sich die Färbung etwas intensivieren. Die Blüte entspricht der typischen Kohlblüte: gelbe, eher unscheinbare Kreuzblütlerblüten, die bei Kultur im Hausgarten meist nicht im Vordergrund stehen, da vorher geerntet wird.
Im Unterschied zu vielen rein dekorativen Zierkohlsorten ist der Herzblättrige Blütenkohl auf Ertrag und Geschmack ausgerichtet. Gleichzeitig besitzt er aber eine strukturgebende Wirkung im Beet: Die dichten Köpfe bilden ruhige, klare Formen, die sich gut mit farbigen Blühpflanzen kombinieren lassen. Wer Wert auf einen Nutzgarten mit gestalterischem Anspruch legt, erhält mit dieser Sorte eine verlässliche Basis.
Geeigneter Standort und Boden für gesundes Wachstum
Der Herzblättrige Blütenkohl bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Für eine gute Kopfentwicklung ist Vollsonne von Vorteil, besonders in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst. Im Hochsommer ist ein leichter, luftiger Halbschatten hilfreich, um Trockenstress zu vermeiden. Dauerhafte Schattenlagen sind ungeeignet, da sich dort keine festen Köpfe ausbilden und die Pflanzen eher lang und locker werden.
Beim Boden sollten Sie auf Nährstoffreichtum und eine gleichmäßige Wasserversorgung achten. Ideal ist ein humoser, tiefgründig gelockerter Gartenboden mit guter Wasserhaltefähigkeit, der gleichzeitig nicht zur Staunässe neigt. Leichte Sandböden sollten Sie vor dem Pflanzen mit reichlich reifem Kompost oder gut verrottetem Mist anreichern. Schwere Lehmböden lockern Sie mit strukturreichem Material wie Kompost oder Pflanzenfasern auf. Ein neutraler bis leicht kalkhaltiger pH-Wert wird gut vertragen.
Im Kübel oder Hochbeet verwenden Sie eine hochwertige Gemüseerde mit guter Struktur. Wichtig ist ein Gefäß mit Wasserabzug, damit weder Kübel noch Wurzelballen vernässen. Ein Volumen von etwa 15 bis 20 Litern pro Pflanze gilt als praxisbewährter Richtwert, wenn Sie eine vernünftige Kopfgröße anstreben. Bei dichterer Pflanzung im Beet braucht jede Pflanze etwa 40 Zentimeter Abstand zu ihren Nachbarn.
Der Herzblättrige Blütenkohl ist kälteverträglich und kann je nach Region bis in den Spätherbst hinein stehen bleiben. Leichte Fröste um den Gefrierpunkt hält er meist gut aus. Bei stärkerem Frostrate ich jedoch zu einem einfachen Schutz, etwa mit Vlies oder Reisigabdeckung, vor allem wenn Sie die Köpfe noch nicht geerntet haben. Längere Perioden mit starkem Dauerfrost ohne Schneedecke können die Pflanzen schädigen, besonders in windoffenen Lagen. In rauen Regionen sollten Sie daher frühzeitiger ernten oder die Pflanzen geschützt setzen, etwa an einer Hauswand.
Pflanzung und Entwicklung über die Saison
Sie können Herzblättrigen Blütenkohl sowohl über Jungpflanzen als auch über Aussaat kultivieren. Für eine sichere Kultur im Hausgarten empfehle ich vorgezogene Pflanzen. Diese werden im späten Frühjahr oder Frühsommer ins Freiland gesetzt, wenn der Boden ausreichend erwärmt ist und keine starken Spätfröste mehr zu erwarten sind. Vor dem Pflanzen sollten Sie den Boden tief lockern und reichlich organisches Material einarbeiten.
Setzen Sie jeden Jungpflanzballen so tief, dass der Wurzelhals leicht mit Erde bedeckt ist. Anschließend gut angießen, damit die Erde dicht an die Wurzeln anschließt. In den folgenden Wochen ist eine gleichmäßige Bodenfeuchte wichtig, damit die Pflanzen zügig einwurzeln und kräftige Blattrosetten bilden. Eine Trockenphase in dieser Zeit führt oft zu stockendem Wachstum und später kleineren Köpfen.
Im Verlauf des Sommers verdichtet sich der Blattschopf. Sobald Sie die typische Kopf- oder Blütenbildung erkennen, sollten Sie auf eine gleichmäßige Wasserversorgung achten, ohne zu übergießen. Der Entwicklungszeitraum vom Setzen der Jungpflanzen bis zur Ernte liegt meist im Bereich von einigen Monaten, abhängig von Witterung und Pflanztermin. Generell gilt: Eine eher langsame, gleichmäßige Entwicklung bei guter Nährstoffversorgung führt zu stabilen Köpfen.
Über mehrere Jahre lässt sich der Herzblättrige Blütenkohl nicht sinnvoll an derselben Stelle kultivieren, da Kohlgewächse empfindlich auf Bodenermüdung und bestimmte Bodenkrankheiten reagieren können. Planen Sie, die Kultur im Wechsel mit anderen Gemüsearten zu führen, und halten Sie nach Möglichkeit eine Anbaupause von drei bis vier Jahren für Kohlgewächse auf demselben Beet ein. Diese Fruchtfolge ist ein wichtiger Baustein für dauerhaft gesunde Pflanzen.
Pflege, Wasserversorgung und Widerstandsfähigkeit
In der Pflege zeigt sich der Herzblättrige Blütenkohl erfreulich robust, benötigt aber eine verlässliche Grundversorgung. Gießen Sie in Trockenperioden durchdringend, aber nicht täglich in kleinen Mengen. Wichtiger als die Häufigkeit ist, dass Wasser bis in die Wurzelzone eindringt. Lassen Sie die oberste Erdschicht zwischendurch leicht abtrocknen, doch vermeiden Sie starkes Austrocknen des gesamten Wurzelbereichs. Die Pflanze toleriert kurzfristige Trockenheit, reagiert darauf aber mit verzögertem Wachstum und kleineren Köpfen. Eine dauerhaft stark trockene Kultur ist nicht empfehlenswert.
Eine organische Grunddüngung vor der Pflanzung reicht für viele Böden zunächst aus. Auf ärmeren Standorten können Sie nach sechs bis acht Wochen mit einem weiteren, maßvollen Nachdüngen reagieren, am besten in Form von Kompost oder einem organischen Gemüsedünger. Ein Übermaß an leicht löslichen Stickstoffdüngern führt zu weichem, krankheitsanfälligem Gewebe und ist deshalb nicht sinnvoll. Ziel ist ein kräftiger, aber nicht übertriebener Wuchs.
Gegenüber vielen üblichen Kohlkrankheiten zeigt sich der Herzblättrige Blütenkohl bei guter Kulturführung relativ widerstandsfähig. Dennoch sollten Sie auf typische Probleme achten. Dazu gehören Fraßschäden durch Raupen von Kohlweißlingen, Blattläuse in warmen, trockenen Perioden und gelegentlich Pilzkrankheiten bei anhaltend nasser Witterung. Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen ist die beste Vorsorge. Entfernen Sie befallene Blätter frühzeitig und achten Sie auf eine gute Durchlüftung im Bestand, indem Sie die Pflanzen nicht zu dicht setzen.
Zur Winterhärte gilt: Als klassischer Kohl ist die Pflanze zwar kälteverträglich, jedoch nicht unbegrenzt frostfest. Für Herbst- und Frühwinterernte reicht ihre Robustheit meist aus. In Regionen mit sehr strengen Wintern sollten Sie die Kultur so planen, dass die Haupternte vor längeren Frostphasen abgeschlossen ist. Werden Pflanzen doch im Beet gelassen, hilft ein leichter Winterschutz, um die Qualität der Köpfe möglichst lange zu erhalten.
Insgesamt ist der Pflegeaufwand moderat. Die wichtigsten Maßnahmen über die Saison sind rechtzeitige Pflanzung, kontinuierliche Bodenpflege, angepasste Bewässerung und ein wachsamer Blick auf Schaderreger. Wer diese Punkte beachtet, erreicht mit vertretbarem Zeitaufwand zuverlässige Ergebnisse.
Einsatz im Garten, Kombinationen und langfristige Planung
Der Herzblättrige Blütenkohl kann im klassischen Gemüsebeet, im Mischkulturbeet, in Hochbeeten sowie in größeren Kübeln kultiviert werden. Im reinen Nutzgarten steht meist die Ernte im Vordergrund. Dort bewährt sich eine Pflanzung in Reihen oder Blöcken, sodass Pflege- und Erntegänge leicht durchzuführen sind. Achten Sie auf eine gute Erreichbarkeit der Pflanzen, insbesondere in Hochbeeten oder bei dichterer Bepflanzung.
Wer eine gestalterische Komponente im Blick hat, kann den Kohl mit farbigen Stauden und einjährigen Blühern kombinieren. Vor allem im Spätsommer und Herbst bilden die klaren, grünen Köpfe einen ruhigen Hintergrund für Spätblüher. Harmonische Partner sind etwa niedrige Tagetes, Ringelblumen oder andere Mehrjährige Blühpflanzen, die farbige Akzente setzen, ohne den Kohl zu bedrängen. Wichtig ist, dass die Begleitpflanzen den Licht- und Nährstoffbedarf des Kohls respektieren.
Im Kübel auf Terrasse oder Balkon sollten Sie auf eine stabile Gefäßgröße achten, damit die Pflanzen nicht kippen und die Wurzeln ausreichend Platz finden. Stellen Sie Kübel nicht zu dicht an Hauswände, um Hitzestau an sehr warmen Sommertagen zu vermeiden. Eine dünne Mulchschicht aus organischem Material hilft, die Feuchtigkeit im Substrat zu halten und Temperaturschwankungen abzumildern.
Langfristig lohnt sich eine Planung der Fruchtfolge im Garten. Nach einer Kohlkultur bieten sich beispielsweise Hülsenfrüchte oder Wurzelgemüse an. Diese wechseln den Nährstoffschwerpunkt im Boden und tragen dazu bei, das Risiko von bodenbürtigen Krankheiten zu begrenzen. Wer regelmäßig Kohl anbaut, sollte verschiedene Beete im Wechsel nutzen und nicht jedes Jahr am selben Standort bleiben.
Mit einer realistischen Einschätzung seiner Ansprüche ist der Herzblättrige Blütenkohl eine zuverlässige Wahl für alle, die Wert auf eine ausgewogene Kombination aus Ertrag, dekorativem Erscheinungsbild und überschaubarem Pflegeaufwand legen. Wenn Sie bereit sind, ihm einen gut vorbereiteten Standort, eine gleichmäßige Wasserversorgung und eine durchdachte Fruchtfolge zu bieten, können Sie sich über kräftige Pflanzen und stabile Köpfe über die ganze Saison hinweg freuen.



















