



Ichu-Gras
Ichu-Gras – strukturstarkes Ziergras für moderne Gärten
Was Ichu-Gras auszeichnet und für welche Gärten es geeignet ist
Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich Ichu-Gras vor allem Gartenbesitzern, die eine ruhige, natürliche Atmosphäre schaffen möchten. Dieses Ziergras stammt aus den Hochlagen Südamerikas und ist für seine aufrechte, elegante Silhouette bekannt. Es bringt Bewegung in den Garten, ohne aufdringlich zu wirken. Besonders in reduzierten, modernen Pflanzungen oder in naturnahen Steppengärten zeigt es seine Stärken.
Ichu-Gras bildet schmale, dichte Horste mit aufrecht bis leicht überhängenden Halmen. Im Gegensatz zu vielen hohen Gräsern wirkt es nicht wuchtig, sondern eher schlank und durchlässig. Dadurch bleibt die Bepflanzung auch in kleineren Gärten luftig. Die Halme stehen aufrecht, die Blütenrispen erscheinen locker darüber und fangen das Licht gut ein. So entstehen im Gegenlicht feine Strukturen, die den Garten auch außerhalb der Blütezeit interessant machen.
Für die Auswahl im Vergleich zu anderen Ziergräsern ist wichtig: Ichu-Gras eignet sich vor allem für sonnige, eher trockene Standorte und für Pflanzungen, die möglichst pflegeleicht sein sollen. Es ist eine gute Wahl, wenn Sie ein Gras suchen, das nicht wuchert, keine Ausläufer bildet und sich gut kontrollieren lässt. Wer bereits positive Erfahrungen mit trockenheitsliebenden Gräsern wie Federgras gemacht hat, findet im Ichu eine ähnliche, aber höher und straffer wirkende Ergänzung.
Im ausgereiften Zustand erreicht Ichu-Gras je nach Sorte und Standort in unseren Breiten meist etwa 80 bis 120 Zentimeter Höhe, mit Blütenrispen teilweise etwas darüber. Die Horste bleiben in der Regel kompakt und überschreiten selten eine Breite von 50 bis 70 Zentimetern. Diese Maße sind für die Planung wichtig, da Sie so den Pflanzabstand im Beet realistisch einschätzen können. Bei unsicheren Sortenangaben empfehle ich, im Zweifel etwas mehr Platz zu lassen, damit die Horste sich ohne Konkurrenzdruck entwickeln.
Standort, Boden und Pflanzung – wie Ichu-Gras gut anwächst
Für ein dauerhaft gesundes Ichu-Gras ist der richtige Standort entscheidend. Das Gras benötigt einen vollsonnigen bis zumindest sehr hellen Platz. Im Halbschatten würde es lückig und kippt leichter auseinander. Ideal ist ein Standort, an dem die Pflanze täglich mehrere Stunden direkte Sonne erhält. Diese Lichtmenge fördert einen dichten Wuchs und sorgt dafür, dass sich die Halme gut ausreifen.
Beim Boden ist ein durchlässiges, eher mäßig nährstoffreiches Substrat wichtig. Staunässe verträgt Ichu-Gras schlecht. In schweren, lehmigen Böden sollten Sie vor der Pflanzung Sand, feinen Splitt oder mineralisches Substrat einarbeiten. Dadurch verbessern Sie den Wasserabfluss und verhindern Fäulnis an den Wurzeln. In sehr armen Sandböden genügt meist eine sparsame Gabe von Kompost in der Pflanzgrube, um den Start zu erleichtern, ohne das Gras zu mastig werden zu lassen.
Pflanzen Sie Ichu-Gras vorzugsweise im Frühjahr, sobald der Boden dauerhaft frostfrei ist. So bleibt genügend Zeit bis zum Winter, damit sich das Wurzelsystem aufbauen kann. Beim Einsetzen sollte der Wurzelballen bündig mit der Bodenoberfläche liegen, keinesfalls tiefer. Drücken Sie den Boden sorgfältig an, damit keine Hohlräume bleiben, und wässern Sie anschließend durchdringend. In den ersten Wochen ist regelmäßiges Gießen wichtig, bis die Pflanze sichtbar neues Wachstum zeigt.
Bei der Pflanzdichte hat sich im Gartenalltag bewährt, je nach Endbreite etwa drei bis vier Exemplare pro Quadratmeter zu setzen, wenn Sie eine locker geschlossene Fläche aus Ichu-Gras anstreben. Für Solitärpflanzungen oder kleine Gruppen genügen einzelne Horste mit einem Abstand von rund 60 bis 80 Zentimetern zu den Nachbarpflanzen. So kann das Gras seine Form frei ausbilden und kippt weniger leicht in andere Stauden hinein.
Wuchs, Laub und Blüte im Jahresverlauf
Im Frühling treibt Ichu-Gras aus der Basis neu aus. Anfangs bleibt der Wuchs kompakt und niedrig, mit schmalen, meist grünlichen Blättern, die eher straff aufrecht stehen. Im Verlauf des Frühsommers werden die Halme länger, und die typische, leicht überhängende Kontur entsteht. In dieser Phase eignet sich das Gras gut als ruhige Hintergrundpflanze, die den Blick auf frühblühende Stauden lenkt, ohne diese zu verdecken.
Die Blütezeit variiert mit Standort und Witterung, liegt bei uns jedoch meist im Sommer bis frühen Herbst. Dann erscheinen über dem Laub die feinen Blütenrispen. Sie sind nicht auffällig bunt, schaffen aber eine deutlich andere Textur im Beet. Die Rispen können je nach Sorte und Reifezustand von hell bis leicht bräunlich oder strohfarben variieren. Gerade im Spätsommer, wenn viele Stauden bereits abgeblüht sind, bringt das Gras so noch einmal eine ruhige, grafische Wirkung ein.
Zum Herbst hin verfärben sich die Halme allmählich in warme Beige- und Brauntöne. Das macht Ichu-Gras in der Spätsaison besonders wertvoll, weil es dem Garten Struktur verleiht, auch wenn nur noch wenige Blüten vorhanden sind. Die trockenen Halme und Rispen halten in der Regel bis in den Winter hinein stand, sofern sie nicht durch nassen Schnee oder starken Wind umgelegt werden. Viele Gartenbesitzer schätzen dieses abgestorbene Laub bewusst als Gestaltungselement; es kann Raureif ansetzen und sorgt für ein lebendiges Winterbild.
Im Vergleich zu vielen kurzlebigen Stauden bietet Ichu-Gras damit einen klaren Mehrwert über das ganze Jahr: frisches Grün im Frühling, volle Höhe und Rispen im Sommer, warme Töne und standfeste Silhouetten im Herbst und eine ruhige, strukturierte Form im Winter. Diese Jahreszeitenwirkung ist ein wichtiges Argument, wenn Sie Pflanzen auswählen, die nicht nur zur Hauptblüte, sondern ganzjährig attraktiv wirken sollen.
Pflege, Wasserbedarf, Winterhärte und mögliche Probleme
In der Pflege gehört Ichu-Gras zu den eher unkomplizierten Ziergräsern, sofern Standort und Boden passen. Der Wasserbedarf ist nach der Einwurzelungsphase relativ gering. Im Freiland genügt in der Regel der natürliche Niederschlag. Nur in längeren Trockenperioden im Sommer sollten Sie durchdringend wässern, wenn der Boden stark austrocknet oder die Halme sichtbar schlaff wirken. Im Kübel ist regelmäßigeres Gießen nötig, da Substrat in Töpfen deutlich schneller austrocknet.
Ichu-Gras gilt als recht trockenheitsverträglich, allerdings nur innerhalb realistischer Grenzen. Wochenlange extreme Hitze ohne jede Wassergabe übersteht es im Container nicht zuverlässig. Im Garten kann es bei fehlender Bewässerung in Hitzewellen zu Trockenschäden an den Blattspitzen kommen. Diese sind optisch störend, gefährden aber bei rechtzeitigem Gießen meist nicht die Pflanze als Ganzes.
Die Winterhärte ist ein wichtiger Punkt. Das Gras stammt zwar aus höheren Lagen, reagiert aber empfindlich auf Staunässe in Verbindung mit Frost. In gut durchlässigen Böden und in klimatisch milderen Regionen kann Ichu-Gras den Winter im Freiland meist zuverlässig überstehen. In rauen Lagen oder bei sehr nassen Böden empfehle ich, die Pflanze eher in ein leicht erhöhtes Beet oder auf eine kleine Drainageschicht zu setzen und den Wurzelbereich im Spätherbst mit einer dünnen Schicht aus trockenem Laub oder Reisig zu schützen. Bei Kübelpflanzen ist ein frostfreier, aber heller und eher kühler Standort sinnvoll, wenn mit strengem Dauerfrost zu rechnen ist.
Ein praktischer Pflegekniff betrifft den Rückschnitt: Schneiden Sie Ichu-Gras nicht im Herbst, sondern erst im späten Winter oder sehr frühen Frühjahr zurück, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Binden Sie die Halme vorher locker zusammen, dann lässt sich das Gras leichter etwa eine Handbreit über dem Boden kappen. So schützen die alten Halme den Horst im Winter und die neuen Triebe haben im Frühling freie Bahn.
Hinsichtlich Krankheiten zeigt sich Ichu-Gras im Gartenalltag robust. Pilzliche Blattflecken oder Fäulnis treten vor allem auf, wenn der Standort zu schattig und der Boden dauerhaft nass ist. Dann lohnt es sich, nicht mit Pflanzenschutzmitteln zu arbeiten, sondern den Standort zu überprüfen und bei Bedarf zu verbessern. Schädlinge sind an diesem Gras selten ein ernstes Problem. Tritt dennoch ein Befall auf, reicht meist eine Korrektur der Kulturbedingungen und ein Entfernen geschädigter Pflanzenteile.
Einsatz im Beet, im Kübel und in Kombinationen mit anderen Pflanzen
Ichu-Gras lässt sich vielfältig einsetzen, wenn man seine Vorlieben für Sonne und durchlässigen Boden berücksichtigt. Im Staudenbeet eignet es sich gut als strukturgebende Hintergrundpflanze oder als wiederkehrendes Element, das Beete optisch verbindet. In Kombination mit trockenheitsverträglichen Stauden wie Sonnenhut, Salbei oder niedrigeren Zierdisteln entstehen pflegeleichte Pflanzungen, die über den Sommer hinweg stabil bleiben. Durch die schlanke Wuchsform wirkt das Gras auch in kleineren Beeten nicht erdrückend.
In Steppen- und Präriepflanzungen kann Ichu-Gras Akzente setzen. Dort passt es zu Pflanzen, die ähnliche Standortansprüche haben und mit wenig Dünger auskommen. Ein mineralischer Beetaufbau mit Splitt oder Kies als Deckschicht unterstützt nicht nur den Charakter solcher Pflanzungen, sondern verbessert auch die Lebensbedingungen des Grases. So reduzieren Sie gleichzeitig den Pflegeaufwand, weil sich weniger unerwünschter Bewuchs ansiedelt.
Auch im Kübel macht Ichu-Gras eine gute Figur, etwa auf sonnigen Terrassen oder Dachgärten. Verwenden Sie dafür ein gut drainiertes, eher mineralisches Substrat und achten Sie auf ein zuverlässiges Abzugsloch. Im Container ist die Nährstoffversorgung begrenzt, daher reicht eine mäßige Düngung im Frühjahr, beispielsweise mit einem organischen Langzeitdünger. Überdüngung führt zu mastigem Wuchs und macht die Halme bruchanfälliger, deshalb ist Zurückhaltung hier sinnvoll.
Als Hecke oder dichter Sichtschutz ist Ichu-Gras weniger geeignet, da die Horste zwar hoch, aber nicht flächendeckend schließend wachsen. Besser ist der Einsatz als halbtransparenter Raumteiler, etwa in Reihenpflanzung entlang eines Weges oder als lockere Begrenzung zwischen zwei Gartenzonen. So bleibt der Blick teilweise offen, und der Garten wirkt größer und lebendiger.
Wenn Sie langfristig planen, lohnt es sich, die Entwicklung über mehrere Jahre im Blick zu haben. Ichu-Gras benötigt in der Regel zwei bis drei Jahre, um seine volle Wuchsstärke zu erreichen. Anfangs wirken junge Pflanzen noch etwas schmal. Mit Geduld entstehen aber stabile Horste, die über viele Jahre ihren Charakter behalten. Eine Teilung ist nur bei deutlicher Vergreisung in der Horstmitte nötig und sollte, falls erforderlich, im Frühjahr erfolgen. So bleibt das Gras vital, ohne dass regelmäßige Verjüngung zwingend erforderlich wäre.
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Ichu-Gras – strukturstarkes Ziergras für moderne Gärten
Was Ichu-Gras auszeichnet und für welche Gärten es geeignet ist
Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich Ichu-Gras vor allem Gartenbesitzern, die eine ruhige, natürliche Atmosphäre schaffen möchten. Dieses Ziergras stammt aus den Hochlagen Südamerikas und ist für seine aufrechte, elegante Silhouette bekannt. Es bringt Bewegung in den Garten, ohne aufdringlich zu wirken. Besonders in reduzierten, modernen Pflanzungen oder in naturnahen Steppengärten zeigt es seine Stärken.
Ichu-Gras bildet schmale, dichte Horste mit aufrecht bis leicht überhängenden Halmen. Im Gegensatz zu vielen hohen Gräsern wirkt es nicht wuchtig, sondern eher schlank und durchlässig. Dadurch bleibt die Bepflanzung auch in kleineren Gärten luftig. Die Halme stehen aufrecht, die Blütenrispen erscheinen locker darüber und fangen das Licht gut ein. So entstehen im Gegenlicht feine Strukturen, die den Garten auch außerhalb der Blütezeit interessant machen.
Für die Auswahl im Vergleich zu anderen Ziergräsern ist wichtig: Ichu-Gras eignet sich vor allem für sonnige, eher trockene Standorte und für Pflanzungen, die möglichst pflegeleicht sein sollen. Es ist eine gute Wahl, wenn Sie ein Gras suchen, das nicht wuchert, keine Ausläufer bildet und sich gut kontrollieren lässt. Wer bereits positive Erfahrungen mit trockenheitsliebenden Gräsern wie Federgras gemacht hat, findet im Ichu eine ähnliche, aber höher und straffer wirkende Ergänzung.
Im ausgereiften Zustand erreicht Ichu-Gras je nach Sorte und Standort in unseren Breiten meist etwa 80 bis 120 Zentimeter Höhe, mit Blütenrispen teilweise etwas darüber. Die Horste bleiben in der Regel kompakt und überschreiten selten eine Breite von 50 bis 70 Zentimetern. Diese Maße sind für die Planung wichtig, da Sie so den Pflanzabstand im Beet realistisch einschätzen können. Bei unsicheren Sortenangaben empfehle ich, im Zweifel etwas mehr Platz zu lassen, damit die Horste sich ohne Konkurrenzdruck entwickeln.
Standort, Boden und Pflanzung – wie Ichu-Gras gut anwächst
Für ein dauerhaft gesundes Ichu-Gras ist der richtige Standort entscheidend. Das Gras benötigt einen vollsonnigen bis zumindest sehr hellen Platz. Im Halbschatten würde es lückig und kippt leichter auseinander. Ideal ist ein Standort, an dem die Pflanze täglich mehrere Stunden direkte Sonne erhält. Diese Lichtmenge fördert einen dichten Wuchs und sorgt dafür, dass sich die Halme gut ausreifen.
Beim Boden ist ein durchlässiges, eher mäßig nährstoffreiches Substrat wichtig. Staunässe verträgt Ichu-Gras schlecht. In schweren, lehmigen Böden sollten Sie vor der Pflanzung Sand, feinen Splitt oder mineralisches Substrat einarbeiten. Dadurch verbessern Sie den Wasserabfluss und verhindern Fäulnis an den Wurzeln. In sehr armen Sandböden genügt meist eine sparsame Gabe von Kompost in der Pflanzgrube, um den Start zu erleichtern, ohne das Gras zu mastig werden zu lassen.
Pflanzen Sie Ichu-Gras vorzugsweise im Frühjahr, sobald der Boden dauerhaft frostfrei ist. So bleibt genügend Zeit bis zum Winter, damit sich das Wurzelsystem aufbauen kann. Beim Einsetzen sollte der Wurzelballen bündig mit der Bodenoberfläche liegen, keinesfalls tiefer. Drücken Sie den Boden sorgfältig an, damit keine Hohlräume bleiben, und wässern Sie anschließend durchdringend. In den ersten Wochen ist regelmäßiges Gießen wichtig, bis die Pflanze sichtbar neues Wachstum zeigt.
Bei der Pflanzdichte hat sich im Gartenalltag bewährt, je nach Endbreite etwa drei bis vier Exemplare pro Quadratmeter zu setzen, wenn Sie eine locker geschlossene Fläche aus Ichu-Gras anstreben. Für Solitärpflanzungen oder kleine Gruppen genügen einzelne Horste mit einem Abstand von rund 60 bis 80 Zentimetern zu den Nachbarpflanzen. So kann das Gras seine Form frei ausbilden und kippt weniger leicht in andere Stauden hinein.
Wuchs, Laub und Blüte im Jahresverlauf
Im Frühling treibt Ichu-Gras aus der Basis neu aus. Anfangs bleibt der Wuchs kompakt und niedrig, mit schmalen, meist grünlichen Blättern, die eher straff aufrecht stehen. Im Verlauf des Frühsommers werden die Halme länger, und die typische, leicht überhängende Kontur entsteht. In dieser Phase eignet sich das Gras gut als ruhige Hintergrundpflanze, die den Blick auf frühblühende Stauden lenkt, ohne diese zu verdecken.
Die Blütezeit variiert mit Standort und Witterung, liegt bei uns jedoch meist im Sommer bis frühen Herbst. Dann erscheinen über dem Laub die feinen Blütenrispen. Sie sind nicht auffällig bunt, schaffen aber eine deutlich andere Textur im Beet. Die Rispen können je nach Sorte und Reifezustand von hell bis leicht bräunlich oder strohfarben variieren. Gerade im Spätsommer, wenn viele Stauden bereits abgeblüht sind, bringt das Gras so noch einmal eine ruhige, grafische Wirkung ein.
Zum Herbst hin verfärben sich die Halme allmählich in warme Beige- und Brauntöne. Das macht Ichu-Gras in der Spätsaison besonders wertvoll, weil es dem Garten Struktur verleiht, auch wenn nur noch wenige Blüten vorhanden sind. Die trockenen Halme und Rispen halten in der Regel bis in den Winter hinein stand, sofern sie nicht durch nassen Schnee oder starken Wind umgelegt werden. Viele Gartenbesitzer schätzen dieses abgestorbene Laub bewusst als Gestaltungselement; es kann Raureif ansetzen und sorgt für ein lebendiges Winterbild.
Im Vergleich zu vielen kurzlebigen Stauden bietet Ichu-Gras damit einen klaren Mehrwert über das ganze Jahr: frisches Grün im Frühling, volle Höhe und Rispen im Sommer, warme Töne und standfeste Silhouetten im Herbst und eine ruhige, strukturierte Form im Winter. Diese Jahreszeitenwirkung ist ein wichtiges Argument, wenn Sie Pflanzen auswählen, die nicht nur zur Hauptblüte, sondern ganzjährig attraktiv wirken sollen.
Pflege, Wasserbedarf, Winterhärte und mögliche Probleme
In der Pflege gehört Ichu-Gras zu den eher unkomplizierten Ziergräsern, sofern Standort und Boden passen. Der Wasserbedarf ist nach der Einwurzelungsphase relativ gering. Im Freiland genügt in der Regel der natürliche Niederschlag. Nur in längeren Trockenperioden im Sommer sollten Sie durchdringend wässern, wenn der Boden stark austrocknet oder die Halme sichtbar schlaff wirken. Im Kübel ist regelmäßigeres Gießen nötig, da Substrat in Töpfen deutlich schneller austrocknet.
Ichu-Gras gilt als recht trockenheitsverträglich, allerdings nur innerhalb realistischer Grenzen. Wochenlange extreme Hitze ohne jede Wassergabe übersteht es im Container nicht zuverlässig. Im Garten kann es bei fehlender Bewässerung in Hitzewellen zu Trockenschäden an den Blattspitzen kommen. Diese sind optisch störend, gefährden aber bei rechtzeitigem Gießen meist nicht die Pflanze als Ganzes.
Die Winterhärte ist ein wichtiger Punkt. Das Gras stammt zwar aus höheren Lagen, reagiert aber empfindlich auf Staunässe in Verbindung mit Frost. In gut durchlässigen Böden und in klimatisch milderen Regionen kann Ichu-Gras den Winter im Freiland meist zuverlässig überstehen. In rauen Lagen oder bei sehr nassen Böden empfehle ich, die Pflanze eher in ein leicht erhöhtes Beet oder auf eine kleine Drainageschicht zu setzen und den Wurzelbereich im Spätherbst mit einer dünnen Schicht aus trockenem Laub oder Reisig zu schützen. Bei Kübelpflanzen ist ein frostfreier, aber heller und eher kühler Standort sinnvoll, wenn mit strengem Dauerfrost zu rechnen ist.
Ein praktischer Pflegekniff betrifft den Rückschnitt: Schneiden Sie Ichu-Gras nicht im Herbst, sondern erst im späten Winter oder sehr frühen Frühjahr zurück, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Binden Sie die Halme vorher locker zusammen, dann lässt sich das Gras leichter etwa eine Handbreit über dem Boden kappen. So schützen die alten Halme den Horst im Winter und die neuen Triebe haben im Frühling freie Bahn.
Hinsichtlich Krankheiten zeigt sich Ichu-Gras im Gartenalltag robust. Pilzliche Blattflecken oder Fäulnis treten vor allem auf, wenn der Standort zu schattig und der Boden dauerhaft nass ist. Dann lohnt es sich, nicht mit Pflanzenschutzmitteln zu arbeiten, sondern den Standort zu überprüfen und bei Bedarf zu verbessern. Schädlinge sind an diesem Gras selten ein ernstes Problem. Tritt dennoch ein Befall auf, reicht meist eine Korrektur der Kulturbedingungen und ein Entfernen geschädigter Pflanzenteile.
Einsatz im Beet, im Kübel und in Kombinationen mit anderen Pflanzen
Ichu-Gras lässt sich vielfältig einsetzen, wenn man seine Vorlieben für Sonne und durchlässigen Boden berücksichtigt. Im Staudenbeet eignet es sich gut als strukturgebende Hintergrundpflanze oder als wiederkehrendes Element, das Beete optisch verbindet. In Kombination mit trockenheitsverträglichen Stauden wie Sonnenhut, Salbei oder niedrigeren Zierdisteln entstehen pflegeleichte Pflanzungen, die über den Sommer hinweg stabil bleiben. Durch die schlanke Wuchsform wirkt das Gras auch in kleineren Beeten nicht erdrückend.
In Steppen- und Präriepflanzungen kann Ichu-Gras Akzente setzen. Dort passt es zu Pflanzen, die ähnliche Standortansprüche haben und mit wenig Dünger auskommen. Ein mineralischer Beetaufbau mit Splitt oder Kies als Deckschicht unterstützt nicht nur den Charakter solcher Pflanzungen, sondern verbessert auch die Lebensbedingungen des Grases. So reduzieren Sie gleichzeitig den Pflegeaufwand, weil sich weniger unerwünschter Bewuchs ansiedelt.
Auch im Kübel macht Ichu-Gras eine gute Figur, etwa auf sonnigen Terrassen oder Dachgärten. Verwenden Sie dafür ein gut drainiertes, eher mineralisches Substrat und achten Sie auf ein zuverlässiges Abzugsloch. Im Container ist die Nährstoffversorgung begrenzt, daher reicht eine mäßige Düngung im Frühjahr, beispielsweise mit einem organischen Langzeitdünger. Überdüngung führt zu mastigem Wuchs und macht die Halme bruchanfälliger, deshalb ist Zurückhaltung hier sinnvoll.
Als Hecke oder dichter Sichtschutz ist Ichu-Gras weniger geeignet, da die Horste zwar hoch, aber nicht flächendeckend schließend wachsen. Besser ist der Einsatz als halbtransparenter Raumteiler, etwa in Reihenpflanzung entlang eines Weges oder als lockere Begrenzung zwischen zwei Gartenzonen. So bleibt der Blick teilweise offen, und der Garten wirkt größer und lebendiger.
Wenn Sie langfristig planen, lohnt es sich, die Entwicklung über mehrere Jahre im Blick zu haben. Ichu-Gras benötigt in der Regel zwei bis drei Jahre, um seine volle Wuchsstärke zu erreichen. Anfangs wirken junge Pflanzen noch etwas schmal. Mit Geduld entstehen aber stabile Horste, die über viele Jahre ihren Charakter behalten. Eine Teilung ist nur bei deutlicher Vergreisung in der Horstmitte nötig und sollte, falls erforderlich, im Frühjahr erfolgen. So bleibt das Gras vital, ohne dass regelmäßige Verjüngung zwingend erforderlich wäre.





















