✨ Neue Artikel gerade eingetroffen!Entdecken
Produktbild 1

Taro

Taro – exotische Strukturpflanze für nasse Standorte und Gartenteiche

Was Taro auszeichnet und für welchen Garten er sinnvoll ist

Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich Taro vor allem dann, wenn Sie eine markante Blattpflanze für dauerhaft feuchte Bereiche suchen. Taro, botanisch meist als Colocasia oder Xanthosoma geführt, ist eine Sumpfpflanze mit kräftigen, pfeil- bis herzförmigen Blättern. Sie bildet einen klaren, aufrechten Horst und wirkt schon mit wenigen Exemplaren wie eine kleine tropische Staude. Anders als viele farbenstarke Blütenpflanzen lebt Taro in erster Linie von seiner Blattmasse und der besonderen Struktur.

Der wichtigste Nutzen im Garten liegt im geschlossenen, grün wirkenden Blattvorhang. Taro kaschiert Teichränder, Regenwasserzisternen oder den Übergang zwischen Rasen und Wasserfläche. In modernen Gärten wird er gern als Blickfang vor einer schlichten Wand oder in großen Kübeln verwendet. Der Wuchs ist kräftig, aber nicht wuchernd. Die Pflanze breitet sich durch kurze Rhizome und kräftige Blattstiele aus, bleibt jedoch gut kontrollierbar, solange der Standort nicht zu großflächig sumpfig ist.

Eine ausgewachsene Staude erreicht, je nach Sorte und Kulturbedingungen, in Mitteleuropa meist 80 bis 150 Zentimeter Höhe. Breite und Höhe liegen in einem ähnlichen Bereich, da sich die Blätter fächerförmig ausbreiten. Die Blattspreiten können 30 bis 60 Zentimeter lang werden und verleihen dem Bestand schnell ein üppiges Erscheinungsbild. Blüten kommen unter Gartenbedingungen zwar vor, sind aber unauffällig und spielen für die Wirkung kaum eine Rolle. Wer Taro pflanzt, entscheidet sich bewusst für die eindrucksvolle Blattstruktur, nicht für eine spektakuläre Blüte.

Im Vergleich zu typischen Stauden für sonnige Beete unterscheidet sich Taro deutlich: Er braucht nasse bis sehr feuchte Erde und reagiert empfindlich auf Trockenheit. Genau das macht ihn aber so wertvoll an Standorten, an denen andere Zierpflanzen nur schwer gedeihen. Wenn Sie also einen Sumpfbereich oder einen ständig feuchten Grabenrand nutzen möchten, ist Taro eine realistische und optisch starke Option.

Optimaler Standort: Licht, Boden und Platzbedarf rund um Teich und Wasserlauf

Taro bevorzugt einen hellen, warmen Standort mit hoher Luft- und Bodenfeuchte. In unseren Breiten eignet sich die Kombination aus Morgen- und Abendsonne mit leichter Beschattung in der Mittagshitze besonders gut. Volle Sonne ist möglich, wenn die Wasserversorgung absolut stabil ist und der Boden nicht austrocknet. Im Halbschatten wächst Taro etwas langsamer, bleibt aber meist gesünder, weil die Blätter weniger Hitzestress ausgesetzt sind.

Der Boden sollte humos, nährstoffreich und dauerhaft feucht sein. Eine lehmige, wasserspeichernde Erde ist ideal. In normalen Gartenböden empfiehlt es sich, beim Pflanzen reichlich reifen Kompost und etwas schweren Unterboden einzuarbeiten, damit die Feuchtigkeit besser gehalten wird. Ein sandiger, schnell abtrocknender Boden ist für Taro nur geeignet, wenn regelmäßig und ausreichend gewässert wird. Stehende Nässe verträgt die Pflanze gut, solange die Temperaturen im Sommer ausreichend hoch sind. An Teichrändern kann Taro mit dem Wurzelbereich sogar im flachen Wasser stehen, solange die Rhizome nicht dauerhaft zu tief unter Wasser liegen.

Planen Sie ausreichend Platz ein, damit sich die Blatttrichter ungehindert entfalten können. Pro Pflanze sollten etwa 60 bis 80 Zentimeter Fläche einkalkuliert werden. In Kübeln ist ein Volumen von mindestens 20 bis 30 Litern sinnvoll, besser mehr. Das Gefäß braucht unten Abzugslöcher, wird aber mit einem wasserspeichernden Substrat gefüllt. Ein Untersetzer oder eine Wanne, in der etwas Wasser stehen bleibt, hilft, die gleichmäßige Feuchte zu sichern, ohne dass die Wurzeln unter Luftabschluss faulen.

Die Trockenheitsverträglichkeit ist gering. Schon wenige Tage starke Austrocknung führen zu schlaffen, einrollenden Blättern und Wachstumsstockungen. Wenn Sie wissen, dass in Urlaubzeiten kein Gießen möglich ist oder der Standort stark windoffen und sonnig ist, sollten Sie eine robustere Sumpfstaude wählen. Für geschützte, gut kontrollierbare Feuchtbereiche ist Taro dagegen eine passende Wahl.

Richtig pflanzen: vom Einsetzen bis zur ersten Wachstumsphase

Taro ist eine wärmeliebende Pflanze. Im Freiland sollten Sie die Knollen oder vorgezogenen Jungpflanzen erst setzen, wenn der Boden dauerhaft über etwa 12 Grad liegt und keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Das ist in vielen Regionen ab Mitte Mai der Fall. Wer im Haus oder Gewächshaus vorzieht, kann die Pflanzen früh im Jahr in Töpfe setzen und sie mit Beginn stabiler Temperaturen ins Freie umsetzen.

Setzen Sie die Knollen oder Rhizomstücke so ein, dass sie nur wenige Zentimeter mit Erde bedeckt sind. Drücken Sie das Substrat gut an, damit ein enger Bodenschluss entsteht und die Wurzeln sich schnell ausbreiten können. Nach dem Pflanzen gründlich wässern und in den folgenden Wochen darauf achten, dass der Boden niemals vollständig abtrocknet. In der ersten Phase nach dem Setzen bildet Taro vor allem Wurzeln und Stiele, sichtbares Wachstum an der Oberfläche kann daher etwas auf sich warten lassen.

Im Kübel bewährt sich eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und einem kleineren Anteil mineralischer Bestandteile wie Blähtonbruch oder Lavagranulat. Diese Kombination speichert Wasser, verhindert aber Staunässe ganz ohne Luft im Wurzelraum. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert ist in der Regel unproblematisch; eine exakte Einstellung ist bei dieser Pflanze selten notwendig.

In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollten Sie auf kräftige Düngergaben verzichten, bis die Wurzeln gut eingewachsen sind. Danach ist eine moderat dosierte, regelmäßig wiederholte Nährstoffzufuhr sinnvoll. Flüssigdünger für Grünpflanzen im Gießwasser oder ein organischer Langzeitdünger im Boden reichen aus. Entscheidend ist die gleichmäßige Versorgung, nicht die kurzfristig hohe Konzentration.

Pflege im Jahresverlauf: Wasser, Nährstoffe, Schnitt und Überwinterung

Die laufende Pflege von Taro ist überschaubar, aber konsequent. Im Sommer steht die Wasserversorgung im Mittelpunkt. Halten Sie den Wurzelbereich stetig feucht, bei hohen Temperaturen gern sehr nass. Staunässe ist für diese Pflanze kein Problem, solange es warm ist. In Kübeln kann es notwendig sein, an heißen Tagen zweimal zu gießen. Eine tägliche Kontrolle des Substrats ist während Hitzeperioden empfehlenswert. Sobald die Blätter hängen, sollten Sie umgehend durchdringend wässern.

Von etwa Mai bis August ist eine regelmäßige Düngung hilfreich, um die großen Blätter zu versorgen. Einmal alle zwei Wochen ein ausgewogener Flüssigdünger im Gießwasser ist meist ausreichend. Bei sehr nährstoffarmen Böden oder starkem Wachstum kann eine zusätzliche organische Gabe im Frühsommer sinnvoll sein. Im Spätsommer sollte die Düngung schrittweise reduziert werden, damit die Pflanze in die Ruhephase übergehen kann.

Beschneiden müssen Sie Taro kaum. Entfernen Sie lediglich vergilbte oder beschädigte Blätter dicht am Ansatz, um Pilzbefall vorzubeugen und den Horst übersichtlich zu halten. Ein kompletter Rückschnitt im Herbst ist nur dann ratsam, wenn Sie die Pflanze zum Überwintern ausgraben oder ihren oberirdischen Teil ohnehin durch Frost verliert. Taro ist in der Regel nicht voll winterhart. In milden Regionen kann ein gut geschützter Standort mit dicker Mulchschicht den Wurzelstock über kurze Frostphasen retten, eine Garantie gibt es jedoch nicht.

Verlässlich ist es, die knollenartigen Rhizome im Herbst vor den ersten stärkeren Frösten auszugraben, grob zu reinigen und in leicht feuchtem Substrat frostfrei zu lagern. Ein heller, kühler Raum mit Temperaturen zwischen etwa 8 und 12 Grad eignet sich gut. Im Kübel können Sie ganze Pflanzgefäße in ein frostfreies Winterquartier stellen. Während der Ruhezeit wird nur sehr sparsam gegossen, gerade so viel, dass die Knollen nicht vollständig austrocknen. Ein kräftiger Rückschnitt der alten Blattstiele erleichtert das Handling im Winterlager.

In Bezug auf Krankheiten zeigt sich Taro bei passenden Bedingungen robust. Zu viel Nässe bei niedrigen Temperaturen kann jedoch Fäulnis begünstigen. Achten Sie deshalb vor allem in der Übergangszeit darauf, dass kaltes Wasser nicht ständig im Untersetzer steht und die Pflanze nicht in durchgehend kalter Nässe verharrt. Blattflecken oder Pilzbeläge deuten auf eine Kombination aus Nässe und schlechter Durchlüftung hin. Einzelne betroffene Blätter werden entfernt, und die Bewässerung wird angepasst. Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben treten gelegentlich auf, lassen sich bei frühem Erkennen jedoch gut mit einfachen Maßnahmen wie Abbrausen oder schonenden Pflanzenschutzmitteln in Schach halten.

Gestaltungsideen und Kombinationen mit anderen Pflanzen

Mit seinen großen, texturierten Blättern eignet sich Taro hervorragend als Strukturpflanze in der Nähe von Wasser. Er kann direkt am Teichrand, in Feuchtmulden oder in großen Kübeln an Terrassen mit Wasserbecken eingesetzt werden. In Kübeln wirkt Taro besonders gut, wenn das Gefäß schlicht gehalten ist und die Pflanze den Hauptakzent bildet. In Beeten sollte er eher in den Hintergrund oder an eine seitliche Begrenzung gesetzt werden, da er kleinere Stauden leicht überragt.

Für harmonische Kombinationen wählen Sie Begleitpflanzen, die ähnliche Feuchtigkeitsansprüche haben, aber eine andere Blattstruktur oder Höhe mitbringen. Feinlaubige Gräser schaffen einen spannenden Kontrast zu den großen, geschlossenen Blattflächen des Taro. Blühende Sumpfstauden in Weiß- oder Pastelltönen bringen Helligkeit ins Bild, ohne mit der Blattwirkung zu konkurrieren. Auch Farne passen gut in dieses Umfeld, da sie den leicht exotischen Eindruck verstärken.

Wenn Sie Taro als Teil einer Bepflanzung für nasse Areale planen, betrachten Sie ihn als markanten Solisten, der von niedrigeren, eher zurückhaltenden Uferpflanzen eingerahmt wird. So bleibt die Pflanze klar sichtbar, ohne die gesamte Bepflanzung zu dominieren. In modernen Gartengestaltungen lässt sich Taro zudem gut neben klaren Linien aus Stein, Beton oder Holz platzieren, wo seine weichen, großen Blätter einen willkommenen Gegenpol zur Architektur bilden.

Über mehrere Jahre betrachtet entwickelt sich Taro zu einer verlässlichen, wiederkehrenden Strukturpflanze, wenn er frostfrei überwintert wird. Die Staude treibt jedes Jahr wieder neu aus und erreicht mit zunehmendem Alter meist etwas kräftigere Dimensionen. In strengen Wintern oder bei missglückter Überwinterung kann ein Totalausfall vorkommen. Aus gärtnerischer Sicht ist es daher sinnvoll, wichtige Horste gelegentlich zu teilen und an einem zweiten Standort zu etablieren, um eine Absicherung zu haben. So bleibt Taro langfristig Teil Ihrer Gestaltung, ohne dass jedes Jahr neu beschafft werden muss.

Wenn Sie bereit sind, auf die besonderen Ansprüche an Feuchtigkeit und Überwinterung einzugehen, erhalten Sie mit Taro eine ungewöhnliche und ausdrucksstarke Blattpflanze, die Ihrem Garten eine klare, tropisch anmutende Struktur verleiht und vor allem in Nähe von Wasserflächen ihr volles Potenzial ausspielt.

Title wählen
Ab $2.47

Original: $7.05

-65%
Taro

$7.05

$2.47

Produktinformationen

Versand & Rückgabe

Description

Taro – exotische Strukturpflanze für nasse Standorte und Gartenteiche

Was Taro auszeichnet und für welchen Garten er sinnvoll ist

Als Gartenberater bei Willemse empfehle ich Taro vor allem dann, wenn Sie eine markante Blattpflanze für dauerhaft feuchte Bereiche suchen. Taro, botanisch meist als Colocasia oder Xanthosoma geführt, ist eine Sumpfpflanze mit kräftigen, pfeil- bis herzförmigen Blättern. Sie bildet einen klaren, aufrechten Horst und wirkt schon mit wenigen Exemplaren wie eine kleine tropische Staude. Anders als viele farbenstarke Blütenpflanzen lebt Taro in erster Linie von seiner Blattmasse und der besonderen Struktur.

Der wichtigste Nutzen im Garten liegt im geschlossenen, grün wirkenden Blattvorhang. Taro kaschiert Teichränder, Regenwasserzisternen oder den Übergang zwischen Rasen und Wasserfläche. In modernen Gärten wird er gern als Blickfang vor einer schlichten Wand oder in großen Kübeln verwendet. Der Wuchs ist kräftig, aber nicht wuchernd. Die Pflanze breitet sich durch kurze Rhizome und kräftige Blattstiele aus, bleibt jedoch gut kontrollierbar, solange der Standort nicht zu großflächig sumpfig ist.

Eine ausgewachsene Staude erreicht, je nach Sorte und Kulturbedingungen, in Mitteleuropa meist 80 bis 150 Zentimeter Höhe. Breite und Höhe liegen in einem ähnlichen Bereich, da sich die Blätter fächerförmig ausbreiten. Die Blattspreiten können 30 bis 60 Zentimeter lang werden und verleihen dem Bestand schnell ein üppiges Erscheinungsbild. Blüten kommen unter Gartenbedingungen zwar vor, sind aber unauffällig und spielen für die Wirkung kaum eine Rolle. Wer Taro pflanzt, entscheidet sich bewusst für die eindrucksvolle Blattstruktur, nicht für eine spektakuläre Blüte.

Im Vergleich zu typischen Stauden für sonnige Beete unterscheidet sich Taro deutlich: Er braucht nasse bis sehr feuchte Erde und reagiert empfindlich auf Trockenheit. Genau das macht ihn aber so wertvoll an Standorten, an denen andere Zierpflanzen nur schwer gedeihen. Wenn Sie also einen Sumpfbereich oder einen ständig feuchten Grabenrand nutzen möchten, ist Taro eine realistische und optisch starke Option.

Optimaler Standort: Licht, Boden und Platzbedarf rund um Teich und Wasserlauf

Taro bevorzugt einen hellen, warmen Standort mit hoher Luft- und Bodenfeuchte. In unseren Breiten eignet sich die Kombination aus Morgen- und Abendsonne mit leichter Beschattung in der Mittagshitze besonders gut. Volle Sonne ist möglich, wenn die Wasserversorgung absolut stabil ist und der Boden nicht austrocknet. Im Halbschatten wächst Taro etwas langsamer, bleibt aber meist gesünder, weil die Blätter weniger Hitzestress ausgesetzt sind.

Der Boden sollte humos, nährstoffreich und dauerhaft feucht sein. Eine lehmige, wasserspeichernde Erde ist ideal. In normalen Gartenböden empfiehlt es sich, beim Pflanzen reichlich reifen Kompost und etwas schweren Unterboden einzuarbeiten, damit die Feuchtigkeit besser gehalten wird. Ein sandiger, schnell abtrocknender Boden ist für Taro nur geeignet, wenn regelmäßig und ausreichend gewässert wird. Stehende Nässe verträgt die Pflanze gut, solange die Temperaturen im Sommer ausreichend hoch sind. An Teichrändern kann Taro mit dem Wurzelbereich sogar im flachen Wasser stehen, solange die Rhizome nicht dauerhaft zu tief unter Wasser liegen.

Planen Sie ausreichend Platz ein, damit sich die Blatttrichter ungehindert entfalten können. Pro Pflanze sollten etwa 60 bis 80 Zentimeter Fläche einkalkuliert werden. In Kübeln ist ein Volumen von mindestens 20 bis 30 Litern sinnvoll, besser mehr. Das Gefäß braucht unten Abzugslöcher, wird aber mit einem wasserspeichernden Substrat gefüllt. Ein Untersetzer oder eine Wanne, in der etwas Wasser stehen bleibt, hilft, die gleichmäßige Feuchte zu sichern, ohne dass die Wurzeln unter Luftabschluss faulen.

Die Trockenheitsverträglichkeit ist gering. Schon wenige Tage starke Austrocknung führen zu schlaffen, einrollenden Blättern und Wachstumsstockungen. Wenn Sie wissen, dass in Urlaubzeiten kein Gießen möglich ist oder der Standort stark windoffen und sonnig ist, sollten Sie eine robustere Sumpfstaude wählen. Für geschützte, gut kontrollierbare Feuchtbereiche ist Taro dagegen eine passende Wahl.

Richtig pflanzen: vom Einsetzen bis zur ersten Wachstumsphase

Taro ist eine wärmeliebende Pflanze. Im Freiland sollten Sie die Knollen oder vorgezogenen Jungpflanzen erst setzen, wenn der Boden dauerhaft über etwa 12 Grad liegt und keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Das ist in vielen Regionen ab Mitte Mai der Fall. Wer im Haus oder Gewächshaus vorzieht, kann die Pflanzen früh im Jahr in Töpfe setzen und sie mit Beginn stabiler Temperaturen ins Freie umsetzen.

Setzen Sie die Knollen oder Rhizomstücke so ein, dass sie nur wenige Zentimeter mit Erde bedeckt sind. Drücken Sie das Substrat gut an, damit ein enger Bodenschluss entsteht und die Wurzeln sich schnell ausbreiten können. Nach dem Pflanzen gründlich wässern und in den folgenden Wochen darauf achten, dass der Boden niemals vollständig abtrocknet. In der ersten Phase nach dem Setzen bildet Taro vor allem Wurzeln und Stiele, sichtbares Wachstum an der Oberfläche kann daher etwas auf sich warten lassen.

Im Kübel bewährt sich eine Mischung aus Gartenerde, Kompost und einem kleineren Anteil mineralischer Bestandteile wie Blähtonbruch oder Lavagranulat. Diese Kombination speichert Wasser, verhindert aber Staunässe ganz ohne Luft im Wurzelraum. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert ist in der Regel unproblematisch; eine exakte Einstellung ist bei dieser Pflanze selten notwendig.

In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollten Sie auf kräftige Düngergaben verzichten, bis die Wurzeln gut eingewachsen sind. Danach ist eine moderat dosierte, regelmäßig wiederholte Nährstoffzufuhr sinnvoll. Flüssigdünger für Grünpflanzen im Gießwasser oder ein organischer Langzeitdünger im Boden reichen aus. Entscheidend ist die gleichmäßige Versorgung, nicht die kurzfristig hohe Konzentration.

Pflege im Jahresverlauf: Wasser, Nährstoffe, Schnitt und Überwinterung

Die laufende Pflege von Taro ist überschaubar, aber konsequent. Im Sommer steht die Wasserversorgung im Mittelpunkt. Halten Sie den Wurzelbereich stetig feucht, bei hohen Temperaturen gern sehr nass. Staunässe ist für diese Pflanze kein Problem, solange es warm ist. In Kübeln kann es notwendig sein, an heißen Tagen zweimal zu gießen. Eine tägliche Kontrolle des Substrats ist während Hitzeperioden empfehlenswert. Sobald die Blätter hängen, sollten Sie umgehend durchdringend wässern.

Von etwa Mai bis August ist eine regelmäßige Düngung hilfreich, um die großen Blätter zu versorgen. Einmal alle zwei Wochen ein ausgewogener Flüssigdünger im Gießwasser ist meist ausreichend. Bei sehr nährstoffarmen Böden oder starkem Wachstum kann eine zusätzliche organische Gabe im Frühsommer sinnvoll sein. Im Spätsommer sollte die Düngung schrittweise reduziert werden, damit die Pflanze in die Ruhephase übergehen kann.

Beschneiden müssen Sie Taro kaum. Entfernen Sie lediglich vergilbte oder beschädigte Blätter dicht am Ansatz, um Pilzbefall vorzubeugen und den Horst übersichtlich zu halten. Ein kompletter Rückschnitt im Herbst ist nur dann ratsam, wenn Sie die Pflanze zum Überwintern ausgraben oder ihren oberirdischen Teil ohnehin durch Frost verliert. Taro ist in der Regel nicht voll winterhart. In milden Regionen kann ein gut geschützter Standort mit dicker Mulchschicht den Wurzelstock über kurze Frostphasen retten, eine Garantie gibt es jedoch nicht.

Verlässlich ist es, die knollenartigen Rhizome im Herbst vor den ersten stärkeren Frösten auszugraben, grob zu reinigen und in leicht feuchtem Substrat frostfrei zu lagern. Ein heller, kühler Raum mit Temperaturen zwischen etwa 8 und 12 Grad eignet sich gut. Im Kübel können Sie ganze Pflanzgefäße in ein frostfreies Winterquartier stellen. Während der Ruhezeit wird nur sehr sparsam gegossen, gerade so viel, dass die Knollen nicht vollständig austrocknen. Ein kräftiger Rückschnitt der alten Blattstiele erleichtert das Handling im Winterlager.

In Bezug auf Krankheiten zeigt sich Taro bei passenden Bedingungen robust. Zu viel Nässe bei niedrigen Temperaturen kann jedoch Fäulnis begünstigen. Achten Sie deshalb vor allem in der Übergangszeit darauf, dass kaltes Wasser nicht ständig im Untersetzer steht und die Pflanze nicht in durchgehend kalter Nässe verharrt. Blattflecken oder Pilzbeläge deuten auf eine Kombination aus Nässe und schlechter Durchlüftung hin. Einzelne betroffene Blätter werden entfernt, und die Bewässerung wird angepasst. Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben treten gelegentlich auf, lassen sich bei frühem Erkennen jedoch gut mit einfachen Maßnahmen wie Abbrausen oder schonenden Pflanzenschutzmitteln in Schach halten.

Gestaltungsideen und Kombinationen mit anderen Pflanzen

Mit seinen großen, texturierten Blättern eignet sich Taro hervorragend als Strukturpflanze in der Nähe von Wasser. Er kann direkt am Teichrand, in Feuchtmulden oder in großen Kübeln an Terrassen mit Wasserbecken eingesetzt werden. In Kübeln wirkt Taro besonders gut, wenn das Gefäß schlicht gehalten ist und die Pflanze den Hauptakzent bildet. In Beeten sollte er eher in den Hintergrund oder an eine seitliche Begrenzung gesetzt werden, da er kleinere Stauden leicht überragt.

Für harmonische Kombinationen wählen Sie Begleitpflanzen, die ähnliche Feuchtigkeitsansprüche haben, aber eine andere Blattstruktur oder Höhe mitbringen. Feinlaubige Gräser schaffen einen spannenden Kontrast zu den großen, geschlossenen Blattflächen des Taro. Blühende Sumpfstauden in Weiß- oder Pastelltönen bringen Helligkeit ins Bild, ohne mit der Blattwirkung zu konkurrieren. Auch Farne passen gut in dieses Umfeld, da sie den leicht exotischen Eindruck verstärken.

Wenn Sie Taro als Teil einer Bepflanzung für nasse Areale planen, betrachten Sie ihn als markanten Solisten, der von niedrigeren, eher zurückhaltenden Uferpflanzen eingerahmt wird. So bleibt die Pflanze klar sichtbar, ohne die gesamte Bepflanzung zu dominieren. In modernen Gartengestaltungen lässt sich Taro zudem gut neben klaren Linien aus Stein, Beton oder Holz platzieren, wo seine weichen, großen Blätter einen willkommenen Gegenpol zur Architektur bilden.

Über mehrere Jahre betrachtet entwickelt sich Taro zu einer verlässlichen, wiederkehrenden Strukturpflanze, wenn er frostfrei überwintert wird. Die Staude treibt jedes Jahr wieder neu aus und erreicht mit zunehmendem Alter meist etwas kräftigere Dimensionen. In strengen Wintern oder bei missglückter Überwinterung kann ein Totalausfall vorkommen. Aus gärtnerischer Sicht ist es daher sinnvoll, wichtige Horste gelegentlich zu teilen und an einem zweiten Standort zu etablieren, um eine Absicherung zu haben. So bleibt Taro langfristig Teil Ihrer Gestaltung, ohne dass jedes Jahr neu beschafft werden muss.

Wenn Sie bereit sind, auf die besonderen Ansprüche an Feuchtigkeit und Überwinterung einzugehen, erhalten Sie mit Taro eine ungewöhnliche und ausdrucksstarke Blattpflanze, die Ihrem Garten eine klare, tropisch anmutende Struktur verleiht und vor allem in Nähe von Wasserflächen ihr volles Potenzial ausspielt.

Taro | Willemse